Bankenstart in Deutschland: App mit Wall-Street-Wucht
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Bankenstart in Deutschland: App mit Wall-Street-Wucht
22. März 2026 | Reinhard Schlieker
Der Finanzriese J.P. Morgan wagt mit seiner Tochter Chase den Sprung nach Deutschland. Es wird eine reine Digitalbank, und der Aufbau des Angebots wird Schritt für Schritt gehen. Aber an diesem Markt verhoben sich schon andere
VON REINHARD SCHLIEKER
Dafür, dass er die weltgrößte Bank leitet, ist J.P. Morgan-Boss Jamie Dimon recht zurückhaltend. Aber nach 20 Jahren an der Spitze, wortwörtlich hunderte Meter hoch über Manhattan, hat der Manager sowohl eigene als auch reichlich Pläne von Wettbewerbern scheitern sehen. Daher hat die Bank mit Chase, bis zur Übernahme durch J.P. Morgan die Chase Manhattan Bank, zunächst ihren Markteintritt in Großbritannien durchgezogen und fast fünf Jahre gewartet mit dem Sprung auf den Kontinent. Konkret: nach Deutschland.
Und dieser Start hat es in sich: Ausgerechnet J.P. Morgan Chase, also die nach Bilanzsumme größte US-Bank, geht in den deutschen Privatkundenmarkt – und zwar nicht über klassische Filialexpansion, sondern mit einem digital-first-Modell. Zum Start soll es zunächst um Tagesgeld gehen, flankiert von „intuitivem, app-basiertem Banking“ und persönlichem Service.
Chase in Deutschland ist ausschließlich App-basiert und will ohne Filialen loslegen. Das gab es bereits zuvor. Aber spektakulär ist, dass es jetzt dieser Finanzriese tut und welche industrielle Wucht dahintersteckt.
An der Spitze von Chase in Deutschland steht der Spanier Daniel Llano Manibardo, der zuletzt sieben Jahre lang die Deutschland-Sparte der niederländischen ING leitete. ING-Diba ist eines der wenigen Beispiele von Newcomern, die in........
