Klingbeil schrödert: So hart griff lange kein Parteichef mehr seine SPD an
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Klingbeil schrödert: So hart griff lange kein Parteichef mehr seine SPD an
25. März 2026 | Oliver Stock
Der Co-Chef warnt die Genossen: "Wer auf Status quo setzt, wählt Niedergang." Lars Klingbeil attackiert das System, das seine Partei selbst schuf, fordert längere Arbeit und härtere Reformen - aber auch noch mehr Umverteilung
Der Chef liest den eigenen Genossen die Leviten - das hat es in der Geschichte der SPD gelegentlich gegeben. Helmut Schmidt, Gerhard Schröder – die erfolgreichen unter den Sozialdemokraten haben das so gemacht. Und am Mittwoch folgte ihrem Beispiel Lars Klingbeil mit einem vergleichbaren Auftritt. Der Co-Vorsitzende der Partei, Bundesfinanzminister und Vizekanzler stellt sich nach den jüngsten Wahlschlappen seiner Sozialdemokraten nicht hin, um zu beschwichtigen, sondern um abzurechnen: mit den Umständen, mit Deutschland und vor allem mit der eigenen politischen Tradition. Nach zwei verlorenen Landtagswahlen sitzt der Schock tief, und Klingbeil nutzt ihn, um eine Rede zu halten, die weniger Trostpflaster als vielmehr chirurgischer Eingriff ist.
Klingbeils Befund, geliefert in einer Grundsatzrede vor der Bertelsmann-Stiftung, fällt vernichtend aus: Deutschland drohe nicht nur zurückzufallen, sondern muss sich........
