Der Trick mit dem Sondervermögen: Der Schuldenberg wächst, aber die Brücke bleibt kaputt
Link in die Zwischenablage kopieren
Der Trick mit dem Sondervermögen: Der Schuldenberg wächst, aber die Brücke bleibt kaputt
18. März 2026 | Oliver Stock
Wirtschaftsforscher und Rechnungshof kommen zu einem vernichtenden Urteil: Das 500 Milliarden Euro-Sondervermögen wird nicht dafür ausgegeben, wofür es gedacht war. Zusätzliche Investitionen gibt es fast keine
Ein Jahr nach der großen politischen Geste folgt die ernüchternde Rechnung. Als der Bundestag schon nach der Wahl einer neuen Regierung aber noch mit alten Mehrheiten Anfang vergangenen Jahres das sogenannte Sondervermögen für Infrastruktur beschloss, hatte es Friedrich Merz als „Investitionsoffensive“ verkauft. Es sollte zum finanziellen Befreiungsschlag werden für ein Land mit bröckelnden Brücken, überlasteten Bahnstrecken und digitalen Funklöchern. Doch jetzt zeigen neue Berechnungen von Wirtschaftsforschern: Ein Großteil des Geldes fließt gar nicht zusätzlich in neue Infrastruktur. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln sind im Jahr 2025 rund 86 Prozent der Mittel zweckentfremdet worden. Das Münchner ifo-Institut kommt sogar auf eine noch drastischere Zahl: 95 Prozent der neu aufgenommenen Schulden seien nicht für zusätzliche Investitionen in Infrastruktur verwendet worden.
Damit bekommt der Begriff Sondervermögen einen neuen Klang. Er hörte sich ohnehin schon an wie ein politisches Schönwetter-Gedicht. Tatsächlich........
