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Bestellt, aber nicht geliefert: Amerikas Raketenmangel als Risiko für Deutschland

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Bestellt, aber nicht geliefert: Amerikas Raketenmangel als Risiko für Deutschland

22. September 2026 | Olaf Hürtgen

Die Kriege in Iran und Ukraine haben große Teile der US-Raketenbestände verbraucht. Nun drohen Verbündeten lange Wartezeiten. Deutschland ist betroffen. Aber eigene Waffenschmieden könnten profitieren.

Deutschland will weitreichende US-Marschflugkörper kaufen. Doch womöglich werden sie erst geliefert, wenn sich die strategische Lage längst wieder verändert hat. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Washington seine Verbündeten vor Verzögerungen von bis zu fünf Jahren bei wichtigen Waffensystemen gewarnt. Besonders betroffen ist demnach die von Deutschland gewünschte Beschaffung von Tomahawk-Marschflugkörpern und bodengestützten Typhon-Startern.

Berlin hatte die USA um eine beschleunigte Lieferung gebeten. Doch der Hersteller Raytheon, der zum Rüstungskonzern RTX gehört, dürfte den deutschen Bedarf wegen der geleerten US-Bestände innerhalb der kommenden fünf Jahre kaum bedienen können, so Bloomberg unter Berufung auf Regierungsvertreter. Auch mittelosteuropäische Staaten müssten seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen Iran mit Verzögerungen rechnen. Und Japan sei bereits im April darüber informiert worden, dass sich seine Tomahawk-Lieferungen um bis zu zwei Jahre verschieben könnten, so die Strait Times in Singapur.

Der Engpass ist gravierender als ein einzelner verspäteter Rüstungsauftrag. Nach Schätzungen des überparteilichen Congressional Budget Office haben die USA im Iran-Krieg bis zu zwei Drittel ihrer verfügbaren Flugkörper zur Raketenabwehr eingesetzt. Mindestens fünf Jahre könnten nötig sein, um diese Bestände wieder aufzufüllen. Das Wall Street Journal beziffert unter Berufung auf die Behörde die bisherigen Kriegskosten auf rund 38 Milliarden Dollar. Hinzu kommen zwei bis........

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