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Rubio und der nördlichste Beitrag zu Olympias Eiskunstlauf

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15.02.2026

t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht diese Woche?

Friedrich Küppersbusch: Chatbots können Wahnvorstellungen befeuern. (Spiegel)

taz: Und was wird diese besser?

Küppersbusch: Menschen auch.

taz: Die Sicherheitskonferenz in München hat diesmal ohne J. D. Vance stattgefunden. War trotzdem ein Aufreger dabei?

Küppersbusch: US-Außenminister Rubio performte den nördlichsten Beitrag zum olympischen Eiskunstlauf, lieferte krude Übungen ab und bekam aber Standing Ovations in der B-Note für den künstlerischen Eindruck. Europa möge Menschen getrennt sortieren, den Freihandel abschaffen und militärisch eskalieren. Als käme der Serienmörder nochmal als Tatortreiniger vorbei, um feucht durchzuwischen. Die Speisenfolge in der Hausbar Trader Vic’s oder ob in Davos jemand Blähungen hatte, ist inzwischen meldungsrelevanter als, sagen wir mal, Verhandlungen vor den UN. Chuzpe hätte die Zwei-Satz-Antwort „Danke, sehr interessant. Ich antworte die Tage in New York.“

taz: Die AfD in Sachsen-Anhalt steht im Verdacht der Vetternwirtschaft und Tino Chrupalla beschäftigt die Ehefrau eines sächsischen AfD-Politikers. Ein Problem für die Partei?

Küppersbusch: Sicher auch nicht leicht, mit lauter Leuten verwandt zu sein, die........

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