„Großes Entertainment. Berlin halt“
t az: Herr Küppersbusch, was war schlecht vergangene Woche?
Friedrich Küppersbusch: Für so was wie die Wahl in Magdeburg ist Annegret Kramp-Karrenbauer zurückgetreten. taz: Und was wird besser in dieser?
Küppersbusch: Friedrich Merz fand das richtig.taz: Wie lange geben Sie einer möglichen rot-grün-roten Koalition in Berlin? Und was wäre ihre größte Herausforderung?
Küppersbusch: In anderer Hackordnung arbeiteten diese Parteien bereits sechs Jahre als R2G und neun Jahre Rot-Rot als Berliner Regierung zusammen. „Sieht man“, sagen manche Berliner, doch den direkten Weltuntergang draus abzuleiten, ist auch forsch. Spannend wird etwa, ob die Stadt den mit Internationalem Strafbefehl gesuchten Benjamin Netanjahu empfängt, oder die Friedensnobelpreisträgerin, die ihm Völkermord vorwirft. Rechnen wir vorerst nicht mit einem Treffen. Die größte Challenge scheint mir der unbedingte Vernichtungswille der Springer-Presse. Der Universalgelehrte Döpfner plagiiert bereits das Schumacher-Wort von den „rot lackierten Faschisten“. Schön, dass er sonst keine Sorgen hat. Und dann das leidige „Vergesellschaftungsthema“. Die Aufstellung „Links und Grün gegen die SPD als letztes Bollwerk des Großkapitals“ verspricht großes Entertainment. Berlin halt.
taz:........
