Autozulieferer ZF Friedrichshafen will vom Traktor-Boom auf Chinas Äckern profitieren
Wenn es in China noch so etwas wie einen schlafenden Riesen gibt, dann ist es seine Landwirtschaft. Auf Millionen von Hektar werden im viertgrößten Land der Erde Lebensmittel angebaut. Trotz jahrzehntelanger Bemühungen der Kommunistischen Partei für eine stärkere Mechanisierung ist dabei noch viel Handarbeit im Spiel. Nicht selten schuften die Bauern mit Hacken, Scheren und Rechen auf ihren Feldern und Äckern. Wenn Maschinen zum Einsatz kommen, sind sie in Größe und Motorisierung oft nicht vergleichbar mit dem entsprechenden Maschinenpark in den hocheffizienten Agrarstaaten Europas und Amerikas. Aber seit einiger Zeit ändert sich das. Chinas Bauern rüsten auf. Das eröffnet auch für deutsche Fahrzeug- und Maschinenbauer Chancen.
Chinas Bauern wollen künftig mit 400 PS ackern
„Chinas Agrarmarkt hatte für uns lange Zeit keine größere Relevanz“, sagte ein Sprecher des Auto- und Nutzfahrzeugzulieferers ZF aus Friedrichshafen. Doch nun steige die Nachfrage nach Landmaschinen, wie etwa Traktoren, deutlich an. Vor allem große und starke Modelle seien zusehends gefragt. „Wir reden da nicht mehr 100 PS, sondern von 300 bis 400 PS.“ Die entsprechenden Traktoren stellt das Friedrichshafener Unternehmen zwar nicht her, wohl aber viele der für die bulligen Geräte benötigten Komponenten, etwa Getriebe oder Kupplungen.
Studien untermauern den Aufwärtstrend in Chinas Landwirtschaft. Laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens........
