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Reichenau und die Sorgen der Gemüse-Branche: „Die Situation ist kritisch wie noch nie“

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12.08.2026

Die Reichenauer Gemüse-Genossenschaft und ihre aktuell noch rund 30 Erzeugerbetriebe befinden sich in schwierigen Zeiten. Steigende Kosten, internationaler Wettbewerbsdruck, ungleiche Verhältnisse innerhalb der EU, strukturelle Nachteile durch kleine Anbauflächen und Bürokratie sorgen für zunehmende Herausforderungen. Hinzu kommt die Verunsicherung, wie es künftig weitergeht, ausgelöst durch die Kündigung von fünf Großgärtnern, die zusammen die Gärtnersiedlung in Singen-Beuren betreiben.

Am Dienstag, 11. August, bekommen die Geschäftsführer der Reichenau Gemüse eG, Johannes Bliestle und Christian Müller, Besuch von Regierungspräsident Carsten Gabbert. Dass die Probleme nicht nur die Reichenauer Gärtner betreffen, erklärt bei dieser Gelegenheit Bernhard Bolkart, der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV), der Gabbert beim Besuch der Gärtnersiedlung des Reichenauer Biogärtners Benjamin Wagner in Mühlingen und der Genossenschaft auf der Insel begleitet. „Die Situation ist kritisch wie noch nie“, sagt Bolkart.

Gestiegene Lebenshaltungskosten schlagen durch

Bliestle verweist auf einige Grundprobleme der Branche. Zum einen liege der Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse in Deutschland gerade mal bei 37 Prozent, bei Tomaten sogar nur bei 3,8 Prozent. „Wir sind relativ schwach aufgestellt.“ Der Import aus Ländern wie Spanien und Niederlande sei 2025 gestiegen. Weil diese Waren günstiger produziert werden können und entsprechend im Handel in der Regel billiger angeboten werden. Das spiele natürlich eine Rolle für........

© Südkurier