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Appell an Wassersportler auf dem Bodensee: Bitte lasst den Vögeln in dieser Dürrezeit genug Platz!

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20.08.2026

Das Bild des sommerlichen Bodensees wirkt fast schon unwirklich: Wochenlang sank der Pegel Zentimeter für Zentimeter, statt Sommerhochwasser herrscht historisches Niedrigwasser, und immer mehr ökologisch wertvolle Flachwasserbereiche fallen trocken. Wie für den Tourismus und die Schifffahrt herrscht auch für die Pflanzen und Tiere am See in diesem Jahr der Ausnahmezustand, wie der Naturschutzbund (Nabu) in einer Pressemitteilung schreibt.

Wo unzählige Wasservögel normalerweise in überfluteten Schilfzonen ihre sicheren Lebensräume haben, sitzen sie in diesem Sommer wortwörtlich auf dem Trockenen, etwa im Ermatinger Becken, das sich bis kurz vor die Rheinrinne nur noch als ausgedehnte Schlickfläche präsentiert. Hinzu kommt: Entlang des Schilfs gibt der See unzählige Strandflächen frei, die Menschen zum Entspannen, Spazierengehen oder zum Anlanden mit dem Stand-up-Paddleboard verleiten.

Niedrigwasser-Tourismus bringt zusätzlichen Stress

Ein Beispiel dafür ist der Uferbereich rund um die Halbinsel Mettnau. Der Niedrigwasser-Tourismus dort wird zum zusätzlichen Stressfaktor für die Tiere, die hier eigentlich ihre geschützten Rückzugsbereiche hätten. „Der extreme Pegel war für Wasservögel wie Blässhühner und Haubentaucher bereits in der........

© Südkurier