Ausnahmezustand in der EU-Exklave Ceuta: Nun schickt Spanien das Militär
„Marokko nein! Marokko nein, bitte!“ Immer wieder rufen junge Männer diesen Satz den spanischen Grenzpolizisten entgegen, kaum dass sie erschöpft den Strand von El Tarajal erreichen. Viele haben sich stundenlang mit Schwimmringen von der marokkanischen Küste durch das Meer nach Ceuta gekämpft. Jetzt fürchten sie nur noch eines: sofort wieder zurückgeschickt zu werden.
An dem zu Spanien gehörenden Strand El Tarajal liegen am Freitag Hunderte zurückgelassene Schwimmreifen, Taucherflossen und Neoprenanzüge im Sand. Immer wieder tauchen neue Menschen aus dem Meer auf. Etliche brechen zusammen. Einige sinken auf die Knie und küssen den Boden. Andere ziehen als Erstes ihre Mobiltelefone aus wasserdichten Plastikhüllen, um ihren Familien mitzuteilen, dass sie die gefährliche Passage überlebt haben. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden, Stand Freitagmittag, mindestens 19 Leichen aus dem Meer geborgen.
Spaniens Regierung schickte am Freitag die Streitkräfte zur Unterstützung der Grenzpolizei
Wer mit den Ankommenden spricht, hört fast immer dieselben Antworten. Sie erzählen von Arbeitslosigkeit, fehlenden Perspektiven und dem Gefühl, im eigenen Land keine Zukunft mehr zu haben. Hinzu kommt ein politisches Klima, das viele als zunehmend repressiv empfinden.
Spaniens Regierung........
