Neuer „Superschädling“ breitet sich aus: Werden die Insekten auch in Deutschland zum Problem?
Ein winziger Stich in die Schale genügt. Was von außen kaum zu erkennen ist, entwickelt sich im Inneren der Frucht zu einem Problem für Obstbauern: Larven der Mittelmeerfruchtfliege fressen sich durch das Fruchtfleisch und hinterlassen matschige Stellen. Pilze und Bakterien haben so leichtes Spiel.
Lange galt die Mittelmeerfruchtfliege vor allem als Schädling wärmerer Regionen Europas, Afrikas oder Südamerikas. Doch in den vergangenen Jahren wurde sie auch nördlich der Alpen vermehrt nachgewiesen. Besonders im Jahr 2023 meldeten zahlreiche Obstanbaugebiete in Süddeutschland Befälle, heißt es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die Ausbreitung des Insekts wirft auch Fragen hinsichtlich der Folgen des Klimawandels auf: Könnte die Mittelmeerfruchtfliege auch in Deutschland zu einem dauerhaften Problem werden?
Was macht die Mittelmeerfruchtfliege zum „Superschädling“?
Die Mittelmeerfruchtfliege (Ceratitis capitata) stammt ursprünglich aus den östlichen Regionen Subsahara-Afrikas. Heute gehört sie zu den weltweit am weitesten verbreiteten Fruchtschädlingen. Nach Angaben des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg können mehr als 200 bis 350 Pflanzenarten befallen werden. Dazu zählen Äpfel, Birnen, Aprikosen, Pfirsiche, Kirschen, Kiwis, Mangos, Zitrusfrüchte und weitere........
