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Die Atommächte lassen die Muskeln spielen

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08.06.2026

Die weltweiten Spannungen, die Kriege und internationalen Konflikte werfen lange Schatten: Nach vielen Jahren der Abrüstung dreht sich die Spirale inzwischen in eine andere Richtung. Wie aus dem neuesten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervorgeht, rüsten die neun Atomwaffenstaaten ihre Arsenale deutlich auf – sowohl was die Menge als auch was die Qualität angeht. „Die mit Atomwaffen verbundenen Gefahren nehmen aufgrund von Fortschritten in der Waffentechnologie, dem Zusammenbruch der Rüstungskontrolle und verschärften geopolitischen Spannungen zu“, warnt Sipri-Direktor Karim Haggag.

Seit dem Ende des Kalten Krieges habe der schrittweise Abbau ausgemusterter Sprengköpfe durch Russland und die USA in der Regel den Einsatz neuer Sprengköpfe übertroffen, was zu einem allgemeinen Rückgang des weltweiten Bestands geführt habe. Dieser Trend, so die Sipri-Experten, dürfte sich in den kommenden Jahren umkehren, da sich das Tempo des Abbaus verlangsamt, während der Einsatz neuer Atomwaffen zunimmt. Die Modernisierung und Verbesserung der Arsenale löse eine Art Kettenreaktion aus, in der die Maßnahmen, die ein Land ergreife, zu ähnlichen Schritten in anderen Nuklearstaaten führten.

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Steht die Welt also vor einem neuen Wettrüsten, wie die Stockholmer Forscher fürchten? „Wir hatten ein atomares Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion in den 50er, 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in dem die USA bis zu 30.000 und die Sowjetunion über 40.000 Kernwaffen produziert hatten“, widerspricht der........

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