Beliebte Bodensee-Badestelle in Konstanz ist bald wieder zugänglich und die tiefen Furchen sind weg
Es hat einige Monate gedauert, aber nun ist das Ufer im Hörlepark in Staad wieder intakt. Seit Sommer 2025 stehen Absperrgitter zwischen Bodensee und Liegewiese, weil das Ufer nach Starkregen regelrecht abgebrochen war. Die Technischen Betriebe Konstanz (TBK) setzten das Ufer ab Dienstag, 17. März 2026, wieder instand. Jüngst wurden die Arbeiten zur provisorischen Böschungssicherung abgeschlossen.
Laut Pressemitteilung der Stadt Konstanz wurden auf die aufgefüllten Stellen engmaschige Naturmatten verlegt, die den Bereich stabilisieren. „Bis die Grasnarbe vollständig verwurzelt ist und die Matten die nötige Stabilität erreicht haben, bleibt der Bereich durch Bauzäune gesichert“, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Anschließend wird der Seezugang an dieser beliebten Badestelle wieder freigegeben. Doch die dauerhafte Behebung der Ursachen der Erosion erfordert weitere Planungen und Geld. „Eine langfristige Lösung soll mittelfristig umgesetzt werden“, so die Pressestelle.
Das Pumpwerk Fohrenbühl läuft bei Starkregen über
Denn nicht das Wasser, das vom Himmel fällt, ist direkt für die tiefen Rillen verantwortlich, die jetzt aufgefüllt wurden. Vielmehr springt der Überlauf des nahen Pumpwerks Fohrenbühl der Entsorgungsbetriebe Konstanz (EBK) an, wenn es stark regnet und das Speichervolumen überschritten wird. So läuft das Regenwasser über die Liegewiese in den See. Das ist so gewollt und genehmigt.
„Da aufgrund des Klimawandels mit einer Zunahme von Starkregenereignissen zu rechnen ist und die Ausspülungen am Ufer sichtbar tiefer werden, strebt die Stadtverwaltung eine dauerhafte Lösung zur Vermeidung eines Überlaufes auf breiter Fläche an“, teilte die Stadt Konstanz im Jahr 2025 mit.
Technische Dauerlösung wird noch gesucht
Wie diese technische Lösung zum Uferschutz aussehen könnte, wird mit verschiedenen Behörden geklärt. Denn den Überlauf einfach zu verhindern, sei keine Lösung, wie EBK-Sprecherin Nele Steurer erläutert: „Der Notüberlauf des Regenrückhaltebeckens Fohrenbühl ist eine notwendige Voraussetzung für den zuverlässigen Betrieb des Pumpwerks.“
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