menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Geheimnisvolle Ruine über der Marienschlucht: Was die Burg Kargegg mit einer tragischen Liebesgeschichte zu tun hat

20 0
24.08.2026

Wir schreiben das Jahr 1525. Im ganzen Südwesten, aber vor allem auch rund um den Bodensee, herrscht Aufruhr. Denn: Die Bauern im Land sind unzufrieden. Leibeigenschaft, Unterdrückung und immer höhere Steuern und Abgaben machen ihnen das Leben mehr als schwer. Warum sollen sie noch Tag für Tag schuften, wenn doch sowieso alles nur an die Obrigkeit geht?

Die Burg soll brennen

Aus dieser immer größer werdenden Unzufriedenheit entsteht schließlich ein Aufstand. Erst ist er noch friedlich, doch mit der Zeit wird die Bewegung immer blutiger. Dann, am 25. Mai 1525, geht es schließlich der Burg Kargegg an den Kragen. In der Quellensammlung der badischen Landesgeschichte heißt es: „Nun hat sich die Empörung der Bauern dermaßen erhebt; die Bauern haben sich im Hegau zusammengetan bis in die 3000, sind mit großem Übermut im Hegau umhergezogen und haben großen Schaden angerichtet.“

Und weiter: „Besonders im Dorf Bodman, da haben sie allen Hausrat an einem Ort zusammengetragen und verbrannt, nichts ausgenommen. Sie haben den Wein aus den Fässern in die Keller laufen lassen, weil sie vermeinten, man habe Gift hineingetan. Dann sind die aufrührerischen Bauern am See entlang gezogen bis gegen Kargegg und Wollmatingen, haben auch die Reichenau eingenommen und großen Übermut geführt.“

Ein langer Weg der Zerstörung

Auch Wilhelm von Lox, ein Ritter aus Überlingen, schrieb damals an einen Mann namens Jakob Frankforter: „Die Herren zu Radolfzell haben großen Mangel an........

© Südkurier