Wie gestalte ich mein Schaufenster?
Die IHK Hochrhein-Bodensee hat im Rahmen des Projekts Innenstadtberatung eine professionelle Schaufensterberatung vorgenommen, die vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert wird. Das Ziel ist es, niederschwellige Maßnahmen zu entwickeln, die den Kernort Stühlingen beleben und attraktiver gestalten, erklärte Victoria Arens, die das Projekt wie schon im Januar 2026 begleitet.
Aus der Distanz und aus der Nähe Neugierde wecken
Im Mittelpunkt der Beratungen stand die Frage, wie Schaufenster gestaltet werden können. Sie sollten sowohl aus der Distanz als auch aus der Nähe Neugierde wecken. Denn egal, ob zu Fuß oder mit dem Auto, der erste Eindruck ist entscheidend, sagte Diana Mosler. Bleibt der potenzielle Kunde stehen oder läuft/fährt er weiter?
Die IHK Hochrhein-Bodensee
Die IHK Hochrhein-Bodensee ist eine Einrichtung der lokalen Wirtschaft und 1973 im Rahmen der baden-württembergischen Verwaltungsreform aus den beiden Kammern Konstanz und Hochrhein entstanden. Ihr Bezirk umfasst die Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach. Heute betreut sie mit ihrem Sitz in Konstanz und der Hauptgeschäftsstelle in Schopfheim rund 40.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung. Als „Selbstverwaltung der Wirtschaft” übernimmt die IHK eine Vielzahl staatlicher Aufgaben. Mehr als 2000 Ehrenamtliche aus Wirtschaft und Bildungseinrichtungen helfen den 104 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei. (Quelle: https://www.ihk.de/konstanz/servicemarken/ueber-uns)
Diana Mosler war als Expertin für Visual Merchandising dabei, das bedeutet: Sie kennt sich damit aus und konnte aufzeigen, wie angebotene Artikel eines Geschäfts durch eine attraktive Warenpräsentation dargeboten werden sollten. Das Schaufenster sei die Visitenkarte für ein Geschäft. Auf den professionellen, gepflegten und emotionalisierenden ersten Eindruck komme es an, war sie sich sicher.
Diana Mosler begann jede Beratung gemeinsam mit den jeweiligen Inhabern. Sie startete beim Blumengeschäft Barth in der Hauptstraße. Gemeinsam mit der Inhaberin betrachtete sie das Schaufenster von der anderen Straßenseite aus, um die Fernwirkung zu analysieren. Sie stellte die Frage: Wird dem Betrachter klar, was das Geschäft zu bieten hat? Ist das Schaufenster freundlich, einladend und aussagekräftig?
Waren nicht auf den Schaufensterboden legen
Sie betrachteten das Schaufenster auch aus der Nähe, um Details zu erkennen und zu besprechen. Mosler machte deutlich, dass Waren nicht auf den Schaufensterboden, sondern auf Präsentationsflächen gelegt werden müssen. Idealerweise sollte diese Fläche in Augenhöhe sein, damit die Ware gesehen und als wertig erlebt wird. Die Beleuchtung ist ebenfalls ein besonderer Faktor, und das nicht nur in der dunklen Jahreszeit, sondern auch im Sommer. Ein harmonisch ausgeleuchtetes Fenster signalisiert Offenheit, Aktivität und lädt vor allem zum Hereinspazieren ein, machte Diana Mosler deutlich.
Die Betriebe erhielten Hinweise darauf, wie sie mit besonderen Accessoires oder Dekorationen Geschichten im Schaufenster erzählen können. Sie können damit auch Emotionen auslösen und aktiv ins Geschäft einladen. Besucher in einer Ortsmitte entscheiden anhand solcher Faktoren oft innerhalb kürzester Zeit, ob sie den Laden betreten möchten oder weiterlaufen wollen.
Sieben Geschäftsinhaber waren interessiert und wurden bei einem kostenlosen 60-minütigen Besuch individuell beraten. Auch die Stadtbücherei mit ihrer Leiterin Ephraima Hoch wurde intensiv betreut. Bei ihr gibt es besonders viele Fenster zur Hauptstraße, die gestaltet werden müssen. „Man sieht den Außenbereich seines Betriebes jeden Tag, da übersieht man irgendwann vieles. Die externe und professionelle Perspektive hat für mich neue Ideen angestoßen“, fasst Tanja Giaramita, die Betreiberin von Sheepers Burger, Steaks & Co. nach der Beratung zusammen.
Victoria Arens erklärte, dass beim Projekt „Ortsmitteberatung“ der Frage nachgegangen wird, wie man Passanten nicht nur in die Ortsmitte lenken, sondern tatsächlich vom Gehweg oder aus dem Auto heraus ins Geschäft einladen kann. Was spricht die Kundschaft an und wie kann das Interesse für die hochwertigen Produkte, Serviceleistungen und Geschäfte geweckt werden? Um eine Antwort darauf zu finden, bietet die Innenstadtberaterin neben zahlreichen anderen Aktionen die Schaufensterberatung an.
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