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Warum steht ein Baugerüst um die Imperia? Das steckt hinter den Arbeiten am Konstanzer Hafen

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20.04.2026

Wer sich zurzeit am Hafen aufhält, dem wird eines nicht entgangen sein: Die Imperia wird eingezäunt. Dort, wo sich das Wahrzeichen sonst ungestört über den Bodensee dreht und täglich von zahlreichen Touristen fotografiert wird, wird aktuell gearbeitet. Die Figur wird herausgeputzt, und das sorgt für Aufmerksamkeit bei Passanten.

Spezielles Verfahren entfernt Schmutz am Wahrzeichen

Die Imperia gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Neun Meter hoch, 18 Tonnen schwer und seit 1993 am Hafen drehend, ist sie für viele ein fester Orientierungspunkt am Bodensee. Seither steht sie auf dem Sockel eines früheren Hafenturms und prägt das Bild des Konstanzer Hafens. Entworfen wurde die Figur von Bildhauer Peter Lenk, der mit ihr bewusst ein provokantes und zugleich humorvolles Denkmal erschaffen hat.

Aktuell bietet sich jedoch ein ungewohntes Bild, denn um die Imperia wird ein Gerüst gestellt. Wie Trockenbaumeister Marcel Wittig erklärt, wird der Sockel nach dem Einrüsten schonend gereinigt. Dafür kommt ein Trockeneisstrahlverfahren zum Einsatz, mit dem Verschmutzungen und Altauflagen entfernt werden. Im Anschluss werden laut Wittig die Fugen teilweise geöffnet, um den tatsächlichen baulichen Zustand zu beurteilen. Auf dieser Grundlage könnten dann die notwendigen Maßnahmen vorbereitet werden. Abschließend sollen die geöffneten Bereiche neu verfugt werden, angepasst an die bestehenden Gegebenheiten.

Bauarbeiten an der Imperia laufen bis Mitte Mai am Hafen

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass erstmals am Sockel der Imperia Bauarbeiten vorgenommen werden. Der Trockenbaumeister bestätigt: „Ja, es handelt sich um die erste Sockelsanierung an der Imperia.“ Der Eingriff erfolgt damit über 30 Jahre nach der Aufstellung der Figur und sei notwendig geworden, um den baulichen Zustand des Sockels zu sichern, erläutert Wittig. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis zum 12. Mai dauern, wobei der genaue Zeitplan auch von den Witterungsbedingungen abhängt.

Auch wenn die Arbeiten laut dem Trockenbaumeister nicht im direkten Zusammenhang mit dem kommenden Landesturnfest vom 13. bis 17. Mai stehen, solle die Maßnahme rechtzeitig vor dessen Beginn abgeschlossen sein. Damit präsentiert sich die Imperia pünktlich zum Großereignis wieder von ihrer besten Seite und wird wie gewohnt die Blicke von Besuchern und Einheimischen auf sich ziehen. Und auch wenn die Edelkurtisane für eine Weile hinter Gittern steht, wird sie künftig wieder auf ihrem Sockel über dem Bodensee thronen.

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