Einfach die Kippe wegschnippen? Zwei Konstanzer erklären, warum das keine gute Idee ist
Mira Labs und Michael Streicher bücken sich vor einer Bank an der Konstanzer Seestraße. Innerhalb von wenigen Minuten haben sie ein halbes Glas voller Zigarettenkippen gesammelt. Die Frau vom Büro für nachhaltige Entwicklung (Green Office) der Universität Konstanz sowie der Physiotherapeut gehen gegen die Flut der in die Umwelt geschnippten Zigarettenstummel an. Alle beide sagen, so beginne ein neues Bewusstsein für sich und die Natur.
Beide möchten die Menschen aufrütteln und dazu animieren, die Kippe nicht in die Umwelt zu werfen. Denn ein einziger Stummel kann bis zu 1000 Liter Wasser verseuchen und damit Kleinstlebewesen wie Wasserflöhe und letztlich auch Fische töten. An der Seestraße wäscht der Regen Giftstoffe aus dem Filter, die in den Trinkwasserspeicher Bodensee gelangen. Dorthin kommt auch der Filter, der aus Plastik besteht und sich langsam in Mikroplastik zersetzt.
Laut WHO landen zwei Drittel der Kippen auf dem Boden
Die Internetseite des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Bremen, der sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt, klärt auf, wie oft so etwas geschieht. Demnach rauchen die Menschen in Deutschland jedes Jahr etwa 106 Milliarden Zigaretten. Nach Schätzungen der........
