Ohne Not vergeigt der Kanzler die Kabinettsumbildung
Dieses Mal hatte es Friedrich Merz selbst in der Hand. Kein Donald Trump funkte ihm dazwischen, kein Wladimir Putin und auch die SPD war brav außen vor. Die Neuaufstellung seiner Ministermannschaft ist bei den CDU-Posten die ureigenste Domäne des Bundeskanzlers.
Nach dem unfreiwilligen Rücktritt von Ex-Fraktionschef Jens Spahn wegen der Leihmutter-Affäre hätte Merz die notwendige Neuordnung des Personals zu einem Befreiungsschlag machen können. Stattdessen ging ihm das Manöver schief und er steht da wie ein Politikanfänger. Merz entließ Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und hatte noch nicht die feste Zusage seines Wunschkandidaten Fritz Güntzler.
Verkehrsminister ist ein undankbares Amt
Schnieder hatte sich schon per SMS von Kollegen verabschiedet, doch der Finanzpolitiker Güntzler lehnte für den Kanzler völlig überraschend ab. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer kennt sich sehr gut mit Zahlen aus und weiß, dass die SPD den armen Schnieder im Haushaltsausschuss völlig........
