Straßenkampf und Sitzblockade – wie sich Erfurt auf den AfD-Parteitag vorbereitet
Die Hitzewelle ist endlich vorbei, auf den Straßen Erfurts ist es ruhig. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Der Thüringer Landeshauptstadt steht eine historische Ausnahmesituation bevor. An diesem Wochenende strömen Zehntausende nach Erfurt – AfD-Mitglieder, Gegendemonstranten, Konzertbesucher. Zwei ausverkaufte Konzerte und der AfD-Bundesparteitag treiben die Stadt an ihre Grenzen. Die Anspannung ist überall spürbar. Befürchtet wird ein massiver Zusammenstoß. Die Erfurter Polizei bereitet sich seit Monaten auf den bevorstehenden Einsatz vor.
Bereits im vergangenen Jahr richtete sie einen Vorbereitungsstab ein. Mehrere Tausend Beamte werden im Einsatz sein, unterstützt von Bundespolizei und Kräften aus ganz Deutschland. Das erklärte Ziel: die verfassungsmäßigen Rechte aller schützen, die sichere Durchführung des Parteitags ebenso wie die Versammlungsfreiheit der Gegendemonstrierenden. Das Thüringer Landesverwaltungsamt verbot Anfang dieser Woche Demos auf den Anreisewegen zur Messe Erfurt, dem Veranstaltungsort des Parteitags. Die Begründung: Schutz der öffentlichen Sicherheit sowie des Parteitags selbst. Dass die AfD ausgerechnet Erfurt als Tagungsort wählt, gilt vielen als klares Signal.........
