Kubicki soll die FDP aus dem Sumpf ziehen - doch ist er der Richtige?
Kantig, kampfstark und konflikterprobt: Wolfgang Kubicki, liberales Urgestein und bekannt für seine Klartext-Ansagen, soll die FDP vor dem endgültigen Sturz in die Bedeutungslosigkeit bewahren. Beim Parteitag Ende Mai in Berlin geht der 74-Jährige als einziger Bewerber in die Wahl um den Vorsitz. Denn sein junger Konkurrent Henning Höne, der nordrhein-westfälische FDP-Landeschef, zog seine Kandidatur zurück. Beide Politiker wollen künftig ein Tandem bilden – Höne soll erster Stellvertreter von Kubicki werden. Doch ob der Partei, die 2025 aus dem Bundestag geflogen war, mit dem Senior an der Spitze die Rückkehr in die Gunst der Wähler gelingen kann, darüber gehen intern die Meinungen auseinander. Schon vor Hönes Rückzug hatte etwa die stellvertretende Parteichefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann Kubickis Ambitionen kritisiert und betont, die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, „nicht nur von alten Schlachtrössern“. Kubicki müsse vielmehr wie sie selbst seine Bekanntheit in den Dienst der Neuaufstellung der Partei stellen.
Thomae: „Mit Kubicki wird es am besten gelingen“
Für Stephan Thomae, den früheren Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP im Bundestag, ist das „alte Schlachtross“........
