Chöre bieten ein Wechselbad der Gefühle
Draußen in der Natur hat die Frühlingssonne gestrahlt, die Vogelschar hat gezwitschert und leuchtende Frühlingsfarben sind zu sehen gewesen. Drinnen in der historischen Klosterschüer von Ofteringen jubilierte eine frohe, buntgemischte Sängerschar, knüpfte einen wohlklingenden Melodienstrauß und verwöhnte die vielen Konzertgäste.
Das und noch mehr war beim Frühlingskonzert des Männergesangvereins (MGV) Wutöschingen in Kooperation mit dem MGV Geißlingen am Sonntag zu erleben. Gemeinsam mit dem Sängerbund Stühlingen und dem Chor Voices aus Bettmaringen bereiteten die mehr als 60 singenden Männer und Frauen ihrem Publikum eine kurzweilige und froh-muntere Frühlingsstimmung im historischen Gemeindesaal. Weitere Mitwirkende waren die drei Musiker Nelly Ziegler am Piano, Simon Appelhans am Akkordeon und Alexander Güntert an der Gitarre. Die kompakte, lockere Konzertansage lag in den Händen von Uli Schlegel.
Der Konzertnachmittag begann um 16 Uhr mit einer Kaffee-Zeit, musikalisch unterlegt vom Akkordeonisten Simon Appelhans. So eingestimmt und spaßig begrüßt vom Vorsitzenden Friedrich Beer lauschte die Gästeschar, darunter auch Wutöschingens Bürgermeister Rainer Stoll und sein Vorgänger Georg Eble, sowie der Ehrenpräsident des Chorverbands Hochrhein Josef Brogle, den Klängen der bunt gewandeten Sängerschar.
Von romantisch bis augenzwinkernd
Den Liedreigen eröffneten die 27 Männer des Liederkranzes Wutöschingen unter der Leitung von Bruno De Conto mit dem romantischen Sehnsuchtslied „La Montanara“ des Alpinisten Toni Ortelli. „Frauen sind anders“ stellte dann der Chor singend fest, gekontert von der Ansagerin Uli Schlegel, die listig meinte: „Ja, und Männer sind auch anders.“
Erste Forderung nach einer Zugabe
Der Sängerbund Stühlingen mit seiner Chorleiterin Beatrice Kohler hatte mit den Stücken „Die Gedanken sind frei“, „Lausche dem Frühling“, „Only You“ und „Hello My Baby“ eine tolle Liedwahl getroffen, sagte die Moderatorin lobend. Dies bestätigten auch die Zuhörer mit der ersten Forderung nach einer Zugabe.
Nach einer kurzen Pause erhob der Chor Voices aus Bettmaringen seine Stimmen, perfekt und teils auch mit Soloeinlagen von Melanie Groß angeleitet. Schon der Hit „Männer“ von Herbert Grönemeyer mit der rhetorischen Frage: „Wann ist ein Mann ein Mann“ löste immer wieder ein Schmunzeln oder gar Lachen bei den Zuhörern aus, mal bei den Frauen, wenn es hieß: „Männer brauchen viel Zärtlichkeit“, mal bei den Männern, wenn Grönemeyer textete: „Männer baggern wie blöde“.
Eher nachdenklich lauschten die Konzertgäste dem folgenden Tabaluga-Lied „Nessaja“ von Peter Maffay, in dem es heißt: „Ich wollte nie erwachsen sein“, einfühlsam vom Chor und ihrer ein Solo singenden Dirigentin intoniert. Freudige musikalische Erinnerungen weckten dann die Titel „Can‘t Help Falling In Love“ von der Rock'n‘Roll-Ikone Elvis Presley, der Abba-Hit „Fernando“ und der häufig gecoverte Hit „Lollipop“ vom Gesangsquartett The Chordettes.
Das Finale gestalteten dann wieder die Männer der Gesangvereine aus Wutöschingen und Geißlingen, dieses Mal mit Klavierbegleitung durch Nelly Ziegler, dem Akkordeonisten Simon Appelhans und dem Gitarristen Alexander Güntert. „Frei wie der Wind“ fühlte sich die Sängerschar mit dem gleichnamigen, von Jens Justi getexteten und von Lukas Hainer arrangierten Lied.
Danach sangen sie aus voller Brust „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens. Eher wehmütig wirkte das Lied „Altes Fieber“ der Band Die Toten Hosen. Nach Zugabe-Rrufen, viel Beifall sowie Dankes- und Abschiedsworten endete ein wunderschöner musikalischer Frühlingssonntag. Es war ein Erfolg für die musizierenden Chöre und für die Konzertgäste, die teils erst spätabends vergnügt den Heimweg antraten.
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