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Umgang mit älteren Menschen: Rollator, Haushaltshilfe, Heim – wie spricht man darüber?

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05.03.2026

Umgang mit älteren Menschen Rollator, Haushaltshilfe, Heim – wie spricht man darüber?

Analyse | Düsseldorf · Das Gehen fällt schwer, Autofahren klappt nicht mehr sicher, der Übergang in ein Heim steht an. Mit alten Menschen über solche Themen zu sprechen, ist heikel. Wie es gelingen kann und was junge Menschen unbedingt vermeiden sollten.

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Das Gespräch mit älteren Menschen über deren Zukunft ist oft heikel.

Auf der einen Seite stehen die Kinder oder andere nahe Menschen. Oft sind sie nur sporadisch bei ihren betagten Eltern zu Besuch, sehen also sprunghaft, wie das Älterwerden immer mehr Beschwernisse im Alltag bereitet. Treppen im Haus werden zu gefährlichen Hürden. Das Gehen fällt schwerer, das Sehen und Hören ebenso. Wie die Autofahrten zum Einkaufen oder gar in den Urlaub noch funktionieren, malen sich die Kinder lieber nicht aus. Nun müssten sie eigentlich heikle Gespräche führen: Es müsste darum gehen, einen Rollator zu kaufen oder einen Treppenlift. Es müsste besprochen werden, ob es nicht an der Zeit ist, den Führerschein abzugeben, und welche Alternativen für die Mobilität es dann gibt. Es müsste um das gehen, was für älter werdende Menschen das Kostbarste ist: ihre Selbstbestimmung, ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit.

Auf der anderen Seite stehen Menschen, für die das Älterwerden ein langsamer Prozess ist. Und ein schmerzlicher. Sie erleben kleine Rückschläge im Alltag – und arrangieren sich. Sie kennen die Stolperfallen in ihrem Haus, wissen, wo sie sich festhalten können. Sie fahren keine weiten Strecken mehr und nicht mehr bei Dunkelheit. Sie kaufen Tiefkühlgerichte und stellen den Fernseher laut. Die besorgten Nachfragen jüngerer Menschen erleben sie als Anmaßung. Und wenn die Vorschläge für Veränderungen drängender werden, wenn Reizworte wie Rollator, Notrufknopf, Haushaltshilfe........

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