Singt nicht mit Juden!
Ich bin ja so froh, dass wir uns jetzt endgültig alle miteinander dazu entschlossen haben, den Song Contest ernst zu nehmen. Schließlich gibt es auf der Welt sonst keine Veranstaltung, bei der so großartige Musik vor einer so unfassbar aufgeschlossenen und toleranten Community vorgetragen wird – die neuerdings auch noch enorm kluge und vor allem unverzichtbare politische Statements zu bieten hat!
Und das Schöne ist: Jeder hat unter diesem ach so bunten Regenbogenschirm Platz! Wirklich jeder!
Außer natürlich, man ist jüdisch. Aber sind wir uns ehrlich: Wer will denn das schon sein?
Okay, es gab früher und es gibt vereinzelt vermutlich immer noch professionelle Miesepeter, die finden, dass die musikähnlichen Geräusche, die der ESC gewohnheitsmäßig macht, diese fein ziselierten Formatradio-Sinfonien, diese beeindruckenden Zeugnisse absoluten Gehörs, vorgetragen von Menschen, die der immer stärker werdenden KI-Konkurrenz in ihrer Branche dadurch trotzen, dass sie deren hochinteressanten, organischen Zugang zu Musik einfach vorwegnehmen, eher an – im rhythmisch sehr fordernden Viervierteltakt – freigesetzte Flatulenzen erinnern.
Aber Hater des Reinen, Wahren und Schönen gibt es heutzutage........
