Reserve hat noch Ruhe
Das deutsche Großbürgertum begegnet der AfD bislang mit relativer Zurückhaltung, anders als einige US-Milliardäre mit offen faschistischen Neigungen. Der alteingesessene deutsche Geldadel steht nach allem, was bekannt ist, mit seinen Millionen nicht hinter Höcke, Weidel oder gar Chrupalla. Ausnahme scheint die Finck-Dynastie zu sein, die lange vor 1933 schon Großfinanzier der Nazipartei war. Neureiche und steuerflüchtige Milliardäre wie Milch-Müller treten für eine Koalition von CDU/CSU mit der AfD ein, behaupten aber, nicht zu spenden. Das Gerücht, Springer-Chef Mathias Döpfner habe Friedrich Merz gedrängt, die AfD ins Boot zu holen, verstummt nicht. Passen würde das, Döpfner sah schon das Kalifat regieren, als es die AfD noch nicht gab.
Bei manchen gehört ein besonders großer Sprung in der Schüssel zur Grundausstattung im Klassenkampf. Zugleich besagt die Drängelei nach unten: Die AfD ist Druckmittel, um........
