Israels geheimer Draht zur Hamas
30. August 2026 – 17. Elul 5786
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Israels geheimer Draht zur Hamas
Ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes Schin Bet enthüllt in einem Interview erstmals direkte Gespräche mit der Führung der Terrororganisation nach dem 7. Oktober 2023
Ein ehemaliger Mitarbeiter des israelischen Inlandsgeheimdienst Schin-Bet hat enthüllt, dass er einen direkten und geheimen Kommunikationskanal zu dem hochrangigen Hamas-Funktionär Ghazi Hamed unterhielt – mit Zustimmung seines Chefs und der politischen Führung in Jerusalem. Adi Rotem, Mitglied des Verhandlungsteams für die Freilassung der Geiseln, beschrieb in Kanal 12, wie es dazu kam.
Der direkte Kontakt sei nach der Ermordung der sechs Geiseln und aus der Frustration über das Verhalten der Vermittler, allen voran Katar, entstanden. Rotem selbst sei bei seiner Einschätzung Katars häufig in der Minderheit gewesen. Katar sei letztlich ein Land, das die Muslimbruderschaft unterstütze. »Ich denke, die Erwartung von jemandem aus einem Land, dessen Identität völlig anders ist, ist eine falsche Erwartung und Hoffnung.« Er habe deshalb immer geglaubt und glaube es bis heute, »dass Katar ein Land ist, das dem Staat Israel strategischen Schaden zufügt«.
Die Notwendigkeit des direkten Kontaktes zur Hamas sei für Rotem nach der Ermordung der sechs Geiseln Hersh Goldberg-Polin, Alexander Lobanov, Ori Danino, Carmel Gat, Eden Yerushalmi und Almog Sarusi durch die Terrororganisation klargeworden. »Die Geschichte mit der Ermordung der Sechs war der letzte Tropfen. Sie war für alle sehr traumatisch, und auch das gesamte Verhandlungsteam war hart getroffen.« Es sei klar gewesen, »dass etwas anderes getan werden musste«.
Genehmigung der politischen Führung wurde eingeholt
An diesem Punkt habe er Schin-Bet-Leiter, Ronen Bar, den Vorschlag unterbreitet, die Hamas direkt zu kontaktieren. Bar habe daraufhin die Genehmigung der politischen Führung eingeholt. Die Gespräche hätten innerhalb politischer Vorgaben stattgefunden. »Wir waren immer einer Direktive........
