„Jüdische Allgemeine“ reagiert auf Rüge des Deutschen Presserats
23. März 2026 – 5. Nissan 5786
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»Jüdische Allgemeine« reagiert auf Rüge des Deutschen Presserats
19 Rügen verteilt der Presserat an die deutsche Medienlandschaft. Eine davon geht an die »Jüdische Allgemeine« - wegen angeblicher gravierender Ehrverletzung eines in Gaza getöteten Journalisten
23.03.2026 18:58 Uhr
Der Deutsche Presserat hat die »Jüdische Allgemeine« gerügt, weil sie einen in Gaza getöteten Journalisten als Terroristen bezeichnet hat. Das teilte der Presserat am Montag mit. Die israelische Armee hatte im August 2025 den für den Sender »Al-Jazeera« tätigen Anas Al-Sharif getötet, weil sie ihn als Terroristen ansah.
Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel, der in der Jüdischen Allgemeinen dazu veröffentlicht wurde, trug die Überschrift »Terrorist mit Presse-Weste«. Damit habe das Medium die Darstellung der israelischen Armee zur Tatsache erhoben, ohne hinreichende objektive Belege zu nennen, so der Presserat. Das sei, so die Organisation, eine grobe Missachtung der Sorgfaltspflicht und verletze die persönliche Ehre des getöteten Journalisten gravierend.
Der Presserat ist das Gremium der freiwilligen Selbstkontrolle der Presse. Er wacht über die Einhaltung des Pressekodex. Dieses Regelwerk hat sich die deutsche Medienlandschaft selbst gegeben. Er wird von den Verlegerverbänden BDZV und MVFP und den Journalismus-Gewerkschaften DJV und DJU getragen.
Terrorist mit Presse-Weste
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