menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Zusammen genießen

16 0
23.06.2026

23. Juni 2026 – 8. Tamus 5786

AboAngebote PrintAbo-Service

AboAngebote PrintAbo-Service

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

 23.06.2026 15:14 Uhr

Der Sand der Sahara ist ungefähr 200 Grad heiß, in ihm steht eine kleine Kupferkanne, und darin brodelt es mächtig. Shafiqu fasst an den langen Stiel, bewegt die Cezve, so heißt die Kanne, in kleinen Kreisen, während seine Kollegin ein bisschen Zucker hinzugibt, danach etwas Kardamom und Zimt. Noch schnell rühren, bevor es überkocht, dann gießt er den schokobraunen Kaffee in einen weißen Becher.

Anne pustet, nimmt einen kleinen Schluck und – ist das heiß! So einen Kaffee, sagt die 35-Jährige, habe sie noch nie getrunken. Und auch Jonas ist hin und weg von dem Geschmack. Die beiden sind durch einen Newsletter der Stadt Berlin auf das Festival aufmerksam geworden und genießen die Aufgeschlossenheit und Vielfalt.

Sie sind zwei von – laut Veranstalter – 10.000 Besucherinnen und Besuchern des 5. Koscheren Streetfood Festivals der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und gönnen sich zu Beginn erst einmal einen »Wüstensand Mokka«. Normalerweise ist der Stand in der »Markthalle Neun« zu finden, aber am Sonntag hat er im Hof des Centrum Judaicum haltgemacht – und die, die den äthiopischen Kaffee probieren, sind angetan.

Fast genauso heiß, aber eher deftig geht es bei »Khinkali & Borsch« zu. Gerade schöpft Chana Lea........

© Juedische Allgemeine