Der Rest der Welt
12. März 2026 – 23. Adar 5786
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Eine Überdosis an Chatgruppen oder Was das Jüdische daran ist
Eine Gruppe ist einfach zu viel. Da ist eine für die Schule, zwei für den Kindergarten. Dann noch mal eine für den jüdischen Jugendbund, je eine für verschiedene Vereine und natürlich die Nachbarschaft. Hinzu kommen die verschiedenen Gruppen für Geburtstage, Klassentreffen, Freundinnen, die sich abends verabreden wollen, oder Mama-Chats. Es wird gefragt, angeboten, verkauft, getauscht.
Dann gibt es noch all jene Gruppen, in denen die Hobbys der Kinder abgewickelt werden, und, ehe ich es vergesse, die wenig wohltuenden Familienchats in allen Varianten, die die Chat-App mit unzähligen Fotos zum Erliegen bringen, während gleichzeitig 93 ungelesene Nachrichten warten. Je höher die Anzahl ungelesener Nachrichten, desto tiefer die Lust, sie lesen zu wollen.
Die einzelnen Gruppen auf still zu stellen, wäre zwar eine Möglichkeit, aber ...
Doch halt, es geht weiter: Seit dem 7. Oktober gibt es unzählige jüdische Chatgruppen, die peinlichst genau jede kleinste Wandschmiererei protokollieren, jeden Zeitungsartikel zu jüdischen Themen mit Argusaugen beleuchten und gewisse politische Sachverhalte manchmal schneller kolportieren, als es Zeitungen je tun könnten. Ja, es ist hilfreich. Natürlich unterstehen wir........
