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Europarat warnt vor zunehmendem Antisemitismus in Tschechien

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29. Oktober 2026 – 18. Cheschwan 5787

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Europarat warnt vor zunehmendem Antisemitismus in Tschechien

Sowohl die Zahl als auch die Schwere der Judenhass-Vorfälle nimmt zu

 29.10.2026 10:48 Uhr

Der Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) des Europarats dokumentiert einen deutlichen Anstieg antisemitischer Vorfälle in Tschechien. Besonders seit dem Hamas-Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem anschließenden Krieg im Gazastreifen hätten sowohl die Zahl als auch die Schwere der Vorfälle zugenommen. Die Untersuchung verweist zudem auf eine wachsende Verbreitung von Holocaustleugnung und -verzerrung sowie auf antisemitische Äußerungen im Internet.

Die Zahl der registrierten antisemitischen Vorfälle stieg von 4328 im Jahr 2023 auf 4694 im Jahr 2024. Das geht aus dem neuen Länderbericht der ECRI hervor. Bereits die Zahl für 2023 hatte einen damaligen Höchststand markiert. Zum Vergleich: 2020 waren 874 Vorfälle registriert worden, 2021 waren es 1128 und 2022 insgesamt 2277.

Die meisten dokumentierten Fälle betreffen Hassrede, die überwiegend online verbreitet wird. Dabei wird laut Bericht auch die jüdische Gemeinschaft in Tschechien kollektiv für die Politik der israelischen Regierung verantwortlich gemacht. Die Zahl der Fälle von Holocaustleugnung und -verzerrung nahm ebenfalls zu: 2024 registrierte die Föderation der Jüdischen Gemeinden in Tschechien einen Anstieg um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Judenhass aus unterschiedlichen politischen Milieus

Die Untersuchung beschreibt eine Veränderung der antisemitischen Bedrohungslage. Während bis 2019 vor allem Rechtsextremisten als größte Gefahr für die jüdische Gemeinschaft galten, gewannen in den folgenden Jahren auch andere Milieus an Bedeutung. Während der Corona-Pandemie und........

© Juedische Allgemeine