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Einsatz für jüdisches Leben und Verständigung: Grigory Rabinovich mit Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt

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21.10.2026

21. Oktober 2026 – 10. Cheschwan 5787

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Einsatz für jüdisches Leben und Verständigung: Grigory Rabinovich mit Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt

 21.10.2026 15:06 Uhr

Grigory Rabinovich, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen, ist für sein langjähriges Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte ihm die Ehrung jüngst im LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen.

Gewürdigt wurde Rabinovichs Einsatz für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens, den Austausch zwischen Religionen und Kulturen sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Ruhrgebiet. Die Verleihung fand im Rahmen von Steinmeiers dreitägigem Aufenthalt in Hattingen statt. Mit seiner Reihe »Ortszeit Deutschland« verlegt der Bundespräsident seinen Amtssitz regelmäßig für einige Tage in andere Regionen des Landes.

Dabei geht es auch darum, Menschen zu würdigen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl engagieren. Bei der Veranstaltung wurden insgesamt elf Personen aus Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Zu ihnen gehörte neben Rabinovich auch die frühere Präsidentin des nordrhein-westfälischen Landtags, Carina Gödecke.

Anerkennung jahrzehntelanger Arbeit

Für die jüdische Gemeinde im Ruhrgebiet ist die Auszeichnung ihres Vorsitzenden eine Anerkennung jahrzehntelanger Arbeit für ein lebendiges Gemeindeleben. Rabinovich steht der Einheitsgemeinde Bochum-Herne-Hattingen seit 2002 vor. Seit 2019 ist er außerdem stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe. In beiden Funktionen vertritt er jüdische Interessen und arbeitet daran, die Gemeinde in der Region zu verankern.

Ein wichtiger Meilenstein seines Wirkens war die Errichtung der neuen Synagoge in Bochum, die 2007 eingeweiht wurde. Das Gebäude am Planetarium ist ein sichtbarer Ausdruck dafür, dass jüdisches Leben im Ruhrgebiet nicht allein zur Geschichte der Region gehört, sondern auch ihre Gegenwart und Zukunft........

© Juedische Allgemeine