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Im Visier

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03. Juni 2026 – 18. Siwan 5786

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Die Mordpläne gegen Josef Schuster und Volker Beck sind Teil einer seit Jahren anhaltenden Terrorkampagne des Mullah-Regimes in Europa. Ihr Ziel: Juden und Gegner Teherans sollen sich nirgends sicher fühlen

Die Mordpläne gegen den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Präsidenten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, waren nicht die Fantasien eines Einzelnen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft hatte der Verdächtige, ein Däne afghanischer Herkunft, einen konkreten Auftrag: Er sollte die Zielpersonen ausspionieren, ihre Aufenthaltsorte und Routinen auskundschaften, mögliche Tatorte identifizieren, eine Waffe beschaffen und schließlich einen Dritten für die Durchführung der Morde rekrutieren.

Weil die Pläne erst jetzt öffentlich wurden, entstand vielerorts der Eindruck, die geplanten Attentate stünden im Zusammenhang mit dem aktuellen Iran-Krieg. Doch das ist falsch. Die Festnahme und Auslieferung des Verdächtigen erfolgten bereits im Mai 2025 – lange vor dem jetzigen Konflikt und sogar noch vor dem Zwölf-Tage-Krieg im Juni vergangenen Jahres. Die Mordpläne waren also keine »Vergeltung« für israelische Angriffe. Im Gegenteil: Sie sind Teil einer seit Jahren andauernden Terrorkampagne der iranischen Revolutionsgarden in Europa.

Mindestens elf solcher Anschlagspläne in Europa

Diese Kampagne richtet sich gegen Gegner des Regimes, gegen iranische Dissidenten – vor allem aber gegen jüdische und israelische Ziele. In meinem Buch Die Rückkehr des Terrors habe ich diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet. Darin zeige ich, dass sich für die Jahre 2018 bis 2024 mindestens elf solcher Anschlagspläne in Europa dokumentieren lassen.

Bereits im April 2021 etwa deckten die Behörden einen nahezu identischen Mordplan gegen zwei führende Repräsentanten der jüdischen Gemeinde in Schweden auf. Ein Jahr........

© Juedische Allgemeine