Die migrationskritische Stimmung in Europa wird Schwarz-Rot helfen
Migranten warten in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Bayern in einem Gang auf einen Termin in der Behörde.
Quelle: Daniel Löb/dpa
Die Union hat eine „Migrationswende“ versprochen, doch in den Koalitionsverhandlungen bremst die SPD – angeblich. Der Bilanz-Auftritt von Nancy Faeser zeigt, dass Schwarz und Rot nur Akzente trennen. Die Stimmung im Land kennt auch die SPD, kommentiert RND-Korrespondent Steven Geyer.
Kann man von einem politischen Erfolg sprechen, wenn ein Drittel weniger notleidende und schutzsuchende Menschen in eins der reichsten Länder der Welt kommen? Und falls ja, wessen Erfolg ist das dann?
Dürfen sich dann die Grenzschützer feiern, weil die Mauern hoch genug sind oder die Küstenwächter, weil sie die Flüchtlingsboote weit genug abdrängten und abseits der EU-Gewässer absaufen ließen? Oder ist es der Erfolg vom Nachbarland eines Nachbarlands, das seine Zäune dicht genug macht und gut genug bewacht hat?
Waren es islamistische Krieger, die fernab von uns eine Regierung stürzten und so einen Krieg beendeten, der zuvor eine halbe Million Menschen getötet und 14 Millionen vertrieben hat? Auf wen also trinken wir unseren Sekt, wenn hier ein Drittel weniger Menschen Asyl........
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