Der alte gegen den neuen Exportweltmeister: Wie Merz den China-Schock abwehren kann
Man sieht Friedrich Merz und meint, Angela Merkel zu hören: Ist das der Eindruck, der von dieser Chinareise bleibt? „Wir wollen unsere umfassende strategische Partnerschaft stärken“, sagte der Bundeskanzler nach seinem Abendessen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Zufrieden verkündete Merz, dass Deutschland und China beschlossen hätten, das in der Merkel-Ära eingeführte Ritual der Regierungskonsultationen wieder aufzunehmen. Zum Jahresende soll das Bundeskabinett dafür nach Peking reisen.
Man könnte also leicht zu dem Schluss kommen, dass die deutsche Chinapolitik einen Rückfall ins Jahr 2014 erlitten habe, dass künftig wieder die wirtschaftliche Kooperation im Fokus stehen soll, statt der politischen Rivalität mit einer autokratischen Weltmacht. Zumal Friedrich Merz mit etlichen Unternehmenslenkern angereist war. Wie in guten alten Merkel-Tagen.
Chinas Exporte im Fokus – Merz kämpft um Zugeständnisse
Man könnte also leicht zu dem Schluss kommen, dass die deutsche Chinapolitik einen Rückfall ins Jahr 2014 erlitten habe, dass künftig wieder die wirtschaftliche Kooperation im Fokus stehen soll, statt der politischen Rivalität mit einer autokratischen Weltmacht. Zumal Friedrich Merz mit etlichen Unternehmenslenkern angereist war. Wie in guten alten Merkel-Tagen.
Chinas Exporte im Fokus – Merz kämpft um Zugeständnisse
Doch dieser Schluss wäre zu simpel. Merz’ Politik ist vielschichtiger, auf eine einfache Formel lässt sie sich kaum bringen. Ja, er strebt ein gutes Verhältnis mit der chinesischen Führung an. Aber nein, er will keine Neuauflage des doktrinären Glaubens an „Wandel durch Handel“.
