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Nimmersatt und abgehängt - eine Bundesliga ohne Wahrzeichen

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22.08.2025

Stand: 21.08.2025, 16:24 Uhr

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Zum Start der neuen Saison muss man sich eingestehen: Die deutsche Fußball-Bundesliga ist zur Ausbildungsstätte für die englische Premier League geworden.

Frankfurt – Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass es sich beim Profifußball um ein gefräßiges gieriges Monster handelt, das niemals satt wird, dann kam er jetzt verbal mit Vollspann angeflogen. Zeitig vorm Beginn der 63. Bundesligasaison. Der Frankfurter Vorstand Axel Hellmann regt an, die Klub-WM eines Tages in Deutschland auszutragen, der Dortmunder Bundesligaboss Aki Watzke unterstützt den geschätzten Kollegen dabei. Ungeachtet dessen, dass das Lieblingsturnier des selbstherrlichen Fifa-Bosses Gianni Infantino hierzulande ungefähr so beliebt ist wie eine Küchenschabe in der Brotschublade.

Wahrscheinlich wird es irgendwann sogar so kommen, und ehrlich gesagt, ist dem Vorschlag fern von Emotionen und Moral nur wenig entgegenzuhalten. Die Bundesliga ist global längst derart deutlich in Rückstand geraten, dass sie schleunigst zusehen muss, nicht noch mehr den Anschluss zu verlieren.

Nur ein Beispiel: In den vergangenen fünf Spieljahren hat West Ham United, ein englischer Durchschnittsverein, mehr Geld für Transfers ausgeben können als der ruhmreiche

© Frankfurter Rundschau