Europa darf sich nicht in Trumps Krieg treiben lassen
Europa darf sich nicht in Trumps Krieg treiben lassen
Stand: 18.03.2026, 18:12 Uhr
Von: Andreas Schwarzkopf
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Deutschland und die NATO-Partner tun gut daran, sich nicht am Angriff auf den Iran zu beteiligen. Militärisch wäre nichts zu gewinnen – politisch viel zu verlieren. Der Kommentar.
Es ist richtig, dass Deutschland und die anderen NATO-Staaten sich von Donald Trump nicht in den Krieg der USA und Israel gegen den Iran pressen lassen, obwohl dies den US-Präsidenten verärgert. Weder lässt sich die Straße von Hormus für die Schifffahrt und den freien Handel während der Gefechte in der Region militärisch sichern, noch gelingt es, mit Waffengewalt das Mullah-Regime in die Knie zu zwingen. Europäische Kriegsschiffe würden daran nichts ändern.
Diese trügen auch nicht dazu bei, auf diesem Wege das iranische Atomprogramm zu beenden. Sie wären dann allerdings an einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg beteiligt. Einen Krieg, den Trump und Netanjahu selbstherrlich begonnen haben, ohne eindeutige Ziele zu benennen und ohne einen Plan zu haben, wie sie den Konflikt wieder beenden. Unklar bleibt obendrein, wie sie mit ihrem Vorgehen für mehr Stabilität oder gar für ein friedlicheres Miteinander in der Region sorgen wollen.
Die Europäer würden mit ein paar Kriegsschiffen den USA nicht aus der brenzligen Lage helfen, in die sie der beratungsresistente Egomane Trump geführt hat und von der hauptsächlich der russische Autokrat Wladimir Putin profitiert. Die gestiegenen Ölpreise füllen dessen leere Kriegskassen, die von den USA verschossene Munition könnte bald der Ukraine in ihrem Kampf gegen den russischen Aggressor fehlen.
Die Europäer haben zudem aus den Konflikten mit Trump etwa über Zölle oder über Grönland gelernt, dass sie dem Narzissten im Weißen Haus weder mit Argumenten noch mit Schmeicheleien beikommen können. Einhalt kann ihm nur geboten werden, indem man ihm mit Stärke entgegentritt. Die Europäer beschädigen auch nicht die NATO, denn die ist ein Verteidigungsbündnis. Angegriffen wurde kein Mitgliedstaat. Trump hingegen hat mit seiner Drohung das Vertrauen in die NATO beschädigt.
