Ein Kind um jeden Preis?
Spahn und Streeck : Ein Kind um jeden Preis?
Leihmutterschaft im Ausland? Hier geht es um die Durchsetzung des eigenen Lifestyles. Staat und Parteien dürfen ihre Werte nicht verhökern.
Privat ist privat. Und Gesetz ist Gesetz. Privates ist aber dann nicht mehr ganz privat, wenn man es selbst öffentlich macht. Und ohnehin dann nicht, wenn es um Vorgänge von öffentlichem Interesse, noch dazu um Personen des öffentlichen Lebens geht.
Und das Gesetz kann Handlungen in Deutschland verbieten, die im Ausland erlaubt sind. So ist die Welt. Doch wie verhält sich der Staat dazu, wenn seine Bürger hierzulande Verbotenes im Ausland machen – schaut er weg? Duldet er es? Hilft er dabei?
Diese Fragen stellen sich bei der Leihmutterschaft seit Langem, nicht erst seit die CDU-Politiker Hendrik Streeck und jetzt auch Jens Spahn an die Öffentlichkeit gegangen sind. Seit die Möglichkeit bestand, haben sich Paare, die ihren Kinderwunsch unbedingt Wirklichkeit werden lassen wollen, ins Ausland begeben.
Wer es sich leisten kann
Das fängt bei der Adoption an. Ganz kleine, gesunde Kinder sind auf diesem Wege in Deutschland (und anderen Wohlstandsländern) kaum zu bekommen. Ältere Kinder, gar mit Behinderungen, sofern sie überhaupt noch geboren werden, sind nicht gewollt. Wer es sich leisten kann und will, wird anderswo fündig.
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Bei der Leihmutterschaft ist der Fall anders. Die Herbeiführung einer Leihmutterschaft und auch deren Vermittlung sind in Deutschland nicht nur untersagt, sondern Straftaten. Strafbar machen sich nicht die........
