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Der Eskalation muss konsequenter begegnet werden

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06.04.2026

Gewalt im Fußball : Der Eskalation muss konsequenter begegnet werden

Die Ausschreitungen zwischen Fans von Dynamo Dresden und Hertha BSC zeigen ein chronisches Problem des Profifußballs: Die Sicherheitskonzepte reichen nicht aus, die nackte Gewalt im Keim zu ersticken.

Der Gewaltausbruch war absehbar. Wer die Rivalität kannte, wer die Krawalle der vergangenen Monate verfolgt hatte, konnte erahnen, was sich im Rudolf-Harbig-Stadion entladen würde. Darin liegt die Brisanz, die über den Karsamstag in Dresden hinausreicht: Die Risiken lagen offen, trotzdem blieb es bei Routinen. Am Ende verloren alle, weil zu viele seit Jahren wissen, wie fragil die Lage ist, und dennoch nichts ändern.

Vermummte überwanden Absperrungen, der Innenraum verwandelte sich in eine Jagdzone, und die Fußballprofis von Dynamo Dresden und Hertha BSC wurden von Hauptdarstellern zur Staffage degradiert. Pyrotechnik, die in Choreographien als Mittel für die Entwicklung einer besonderen Stimmung verkauft wird, flogen als Geschosse hin und her – ein Tabubruch: Wer auf Fans schießt, kann das nicht mit schönen Emotionen erklären. Dahinter steckt die nackte........

© Frankfurter Allgemeine