Was haben wir Normalos davon, dass wir so normal sind?
Die hart arbeitende Mitte : Was haben wir Normalos davon, dass wir so normal sind?
Die „hart arbeitende Mitte“ wird gerne gepriesen, weil sie den Laden zusammenhält. Gedankt wird es ihr nicht.
Sehr viele Menschen können für sich beanspruchen, alles richtig gemacht zu haben im Leben. In der Schule waren sie vielleicht nicht die Besten, aber sie fanden es in Ordnung, dass es Noten gab. Dass es im Sport Gewinner und Verlierer gab. Dass Leistung zählte, nicht Work-Life-Balance. Ferienarbeit war normal.
Nach der Schule: eine Berufsausbildung und Lehrjahre, die keine Herrenjahre sind. Pünktlichkeit war selbstverständlich. Krankmachen war unter der Würde. Danach ein freiwilliges Jahr, Bundeswehr oder gleich ein Studium.
Auch im Studium wurde nebenher Geld verdient. Bafög? Lieber nicht. Man wollte auf eigenen Beinen stehen. Unterstützung der Eltern ja, aber weder ihnen noch dem Staat wollte man auf der Tasche liegen. Es gab schließlich Stipendien, auf die man sich bewerben konnte. Das gab Freiheit.
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Ganz normal: glückliche Ehe, intakte Familie
Es ging ganz normal weiter: Nach dem Studium der Beruf, eine Familie wurde gegründet, Kinder großgezogen. Eine glückliche Ehe, keine Scheidung, eine intakte Familie, nicht nur an Weihnachten im Gottesdienst. Beide Eltern arbeiteten. Die Kinder gingen in einen Verein, spielten Fußball, spielten ein Musikinstrument.
In der Schule war es für die Kinder nicht immer einfach, aber am Ende haben sie alle mittlere Reife, Abitur und danach eine Berufsausbildung gemacht. Das alles kostete das Doppelte und Dreifache, was das........
