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Ein Hoch auf den Olympischen Frieden!

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13.02.2026

Olympischer Frieden: Winterspiele bieten zwei Wochen Eskapismus

Ein Hoch auf den Olympischen Frieden!

Wir haben angesichts der globalen Krisenherde eine kleine Pause bitter nötig. Gönnen wir uns also gut zwei Wochen Eskapismus beim Blick auf das olympische Sporttreiben in Eis und Schnee.

Die Idee ist so gut, dass sie seit mehr als 2900 Jahren überdauert. 884 vor Christus sollen die in ständiger Auseinandersetzung lebenden griechischen Stämme für die Zeit der Spiele im antiken Olympia einander eine friedliche An- und Abreise sowie eine friedliche Durchführung der Wettbewerbe zugesichert haben.

Einmal Durchschnaufen, einmal Abwechslung mithilfe des heute Sport genannten Messens in athletischen Disziplinen inmitten all der täglichen Konflikte: Der Mythos des Olympischen Friedens lebt bis heute.

Paris berauschte nicht nur Sportfans

In diesen Tagen ist der Gedanke daran zeitgemäßer denn je. Im Norden Italiens werden die Olympischen Winterspiele eröffnet. In den kommenden gut zwei Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit von Millionen Menschen auf Pisten, Schanzen, Loipen, Eisflächen und -kanäle.

Verbunden damit ist die Hoffnung, dass all die Stressoren dieser Welt, diejenigen, die uns so viel Angst vor der Zukunft einjagen, auch gern Olympia gucken und sich vom Sport auf andere Gedanken bringen lassen – oder zumindest uns das harmlose Vergnügen nicht versauen möchten. Wladimir Putins Russland darf in Mailand und Cortina d’Ampezzo zwar nur eingeschränkt mitmachen, das Faible des Machthabers im Kreml für Eishockey ist aber bekannt. Und wenn ihn der Blick auf die größten Stars dieses Sports nur ein bisschen von seinem sonstigen Tun ablenkt ...

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Na klar, es ist naiv, so zu denken. Aber manchmal braucht es diese Flucht vom alltäglich Schwierigen. In Paris rund um die Sommerspiele ist die Idee vor eineinhalb Jahren aufgegangen. Nicht nur Sportfans ließen sich von den olympischen Bildern berauschen.

Angesichts der globalen Krisenstimmung haben wir eine erneute kleine Pause im Zeichen des Sports nun bitter nötig. Liebe Machthaber dieser Welt: Gönnt uns diese zwei Wochen Eskapismus in Eis und Schnee. Ein Hoch auf den Olympischen Frieden!


© Die Harke