Was bleibt von dieser Fußball-WM?: Die Begeisterung der Fans kriegen nicht einmal Trump und Infantino kaputt
48 Mannschaften, 39 Tage, 104 Spiele – und trotzdem ist sie jetzt vorbei. Denn auch die gigantischste WM aller Zeiten geht irgendwann zu Ende. Obwohl Fifa-Chef Gianni Infantino sicher noch Lust auf mehr hätte.
Dabei hat dieses Turnier der Superlative eines gezeigt: Die Fußball-WM bleibt das größte Sportereignis der Welt, ganz egal, wie beharrlich Infantino und sein Kumpel Donald Trump versuchen, sie für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Die Begeisterung der Fans für den Sport als solchen ist nicht so leicht kaputtzukriegen.
Natürlich schwangen bei diesem Turnier gesellschaftliche und politische Probleme mit: der Krieg des Gastgebers USA gegen den Iran, die vielen Visaprobleme, die überteuerten Tickets, und schließlich rief Präsident Trump auch noch bei Infantino an, um die Aufhebung der Sperre gegen US-Star Balogun zu erwirken. Ein schwerwiegendes Eingreifen der Politik in die Autonomie des Sports, das zu Recht für einen großen Aufschrei sorgte.
Immer wieder mischten sich Misstöne in die WM-Euphorie vieler Fans, die sich fragten: Kann ich noch mitfiebern? Kann ich mich für den Fußball begeistern, trotz alledem, was ringsherum passiert?
Inga Hofmann leitet die Sportredaktion. Sie sagt: Die Fifa sollte die Begeisterungsfähigkeit der Fans nicht als selbstverständlich erachten – sie hat auch........
