Achtstundentag vor dem Aus : Die Koalition bricht ein Tabu – und muss nun liefern
Die Bundesregierung will die Arbeitszeit flexibilisieren. Steht so schon im Koalitionsvertrag, hat nur bei dessen Absegnung kaum jemanden interessiert.
Nun ist das anders. Denn die ohnehin schon unbeliebte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat den Vorschlag einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit in ihre neue Tourismusstrategie aufgenommen.
Während die Arbeitgeber jubeln und am liebsten noch weiter gehen würden, sehen die Gewerkschaften darin einen weiteren Angriff auf das mühsam erkämpfte Arbeitsrecht – und trommeln zu breitem Protest.
Felix Kiefer berichtet im Hauptstadtbüro schwerpunktmäßig über die Themen Finanzen, Wirtschaft, Arbeit und die SPD. Er sagt: Mehrarbeit kann nicht verordnet werden, sie muss möglich und gewollt sein.
Nach den symbolischen Scheindebatten um die geforderte Abschaffung der telefonischen Krankschreibung oder der „Lifestyle-Teilzeit“ (beide angezettelt von der Union) könnte die um mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit aber eine produktive werden.
Dafür gibt es allerdings Voraussetzungen: CDU/CSU und SPD dürfen sich nicht einfach hinter ihrem Koalitionsvertrag verstecken. Die Tarifparteien sollten nicht in ihre seit........
