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Beim Arzt kürzen, bis der Aufschwung kommt: Der richtige Reformkurs ist unpopulär

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10.07.2026

Vielleicht hat die Regierungskoalition doch ein halbwegs ausgewogenes Sparpaket für den Gesundheitssektor hinbekommen, wenn sich alle beschweren. Die Ärzte, die Beschäftigten in der Pflege, die Krankenhäuser und die Patientenverbände protestieren, und sie tun das jeweils für sich genommen mit guten Argumenten.

Von den höheren Zuzahlungen in der Apotheke über die eingeschränkte Familienversicherung gibt es einiges in der nun beschlossenen Krankenkassen-Reform, was die gesetzlich Versicherten zusätzlich belastet. Ärgerlich ist auch, dass die Quersubventionierung der Grundsicherung aus ihren Beiträgen trotz kleiner Korrekturen nicht gestoppt wird, wie das noch in den 66 Experten-Empfehlungen stand, auf denen das Gesetzespaket fußt.

Es wäre auch schön gewesen, das nun beschlossene Paket enthielte weniger bloße Kürzungen und mehr echte Reformen, die das Gesundheitssystem selbst effizienter machten und Geldmittel freisetzten. Da vertröstet die Koalition das Land auf den Herbst, wenn der nächste Kommissionsbericht vorliegen soll, der Strukturen angeht.

An der Mathematik kommen auch die Kritiker nicht vorbei

An der Mathematik aber kommt trotzdem niemand vorbei. Nächstes Jahr muss ein Einsparvolumen von 18,8 Milliarden Euro allein dafür aufgewendet werden, die gesetzlichen........

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