Kantonsspital Baden kontert Heimatschutz-Kritik: «Gesundheitsversorgung braucht Weitsicht»
Kantonsspital Baden kontert Heimatschutz-Kritik: «Gesundheitsversorgung braucht Weitsicht»
Pascal Cotrotzo, CEO des Kantonsspitals Baden, erklärt in seiner Replik, warum der Altbau abgerissen werden soll. Es gehe nicht um die Verfahrenskultur, wie der Heimatschutz argumentiere, sondern um «die langfristige Sicherstellung der Gesundheitsversorgung für über 350'000 Menschen im Osten des Kantons».
Niemand bestreitet die Bedeutung von Baukultur oder Denkmalpflege. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe. Sie sind jedoch nicht der einzige Massstab einer Interessenabwägung. Auch die Verantwortung gegenüber den Patienten von heute und morgen gilt es in die Betrachtung mit einzubeziehen.
Die Debatte darf deshalb nicht auf die Frage reduziert werden, ob ein Gebäude aus den 1970er-Jahren erhalten werden soll. Entscheidend ist vielmehr, wie die Gesundheitsversorgung einer der am stärksten wachsenden Regionen der Schweiz langfristig gesichert werden kann.
Pascal Cotrotzo, CEO des Kantonsspitals Baden.
Mit der Inbetriebnahme des Neubaus ist die Entwicklung des KSB keineswegs abgeschlossen. Die alternde Bevölkerung, der medizinische Fortschritt sowie Digitalisierung und Ambulantisierung verändern die Anforderungen an Spitäler laufend. Moderne Gesundheitsversorgung braucht flexible Infrastruktur und ausreichenden Entwicklungsspielraum. Der KSB-Gesundheitscampus wurde genau mit diesem Ziel über viele Jahre geplant.
Altbau-Abriss als Teil der langfristigen Arealstrategie
Der Rückbau des Altbaus ist deshalb keine isolierte Baumassnahme, sondern Teil einer langfristigen........
