1683 und das Märchen von der Rettung des Abendlandes
Die Belagerung Wiens 1683 wurde politisch instrumentalisiert und entspricht nicht dem Mythos der "Rettung des Abendlandes".
Viele Fürsten handelten aus Eigeninteresse, nicht aus christlichem Idealismus; finanzielle und machtpolitische Motive dominierten.
Das Ereignis wurde von Politikern wie Dominik Nepp und Heinz-Christian Strache populistisch und ausländerfeindlich genutzt.
1683: Osmanische Armee (50.000–80.000 Soldaten) belagerte Wien
Polnischer König Sobieski führte das Entsatzheer an
Französische Diplomatie unterstützte die Osmanen gegen die Habsburger
Zahl 1683 gilt heute als rechtsextremes Erkennungszeichen
Die Belagerung Wiens 1683 wurde politisch instrumentalisiert und entspricht nicht dem Mythos der "Rettung des Abendlandes".
Viele Fürsten handelten aus Eigeninteresse, nicht aus christlichem Idealismus; finanzielle und machtpolitische Motive dominierten.
Das Ereignis wurde von Politikern wie Dominik Nepp und Heinz-Christian Strache populistisch und ausländerfeindlich genutzt.
1683: Osmanische Armee (50.000–80.000 Soldaten) belagerte Wien
Polnischer König Sobieski führte das Entsatzheer an
Französische Diplomatie unterstützte die Osmanen gegen die Habsburger
Zahl 1683 gilt heute als rechtsextremes Erkennungszeichen
1683 rückte der osmanische Großwesir Kara Mustafa mit einer riesigen Armee an, um Wien zu erobern und dem Islam zum Sieg über die „Ungläubigen“ zu verhelfen. Der Stephansdom sollte eine Moschee werden, die Bewohner:innen Wiens waren knapp davor, von den gefürchteten Janitscharen niedergemetzelt zu werden. Die Türken belagerten wochenlang die Stadt und hätten sie fast erobert, wenn nicht ein vom polnischen König Sobieski geführtes, christliches Entsatzheer (Befreiungsheer) in letzter Sekunde die Hänge des Kahlenbergs hinuntergestürmt wäre und die Türken in die Flucht geschlagen hätte.
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So lautet die Geschichte, wie sie im Bewusstsein der meisten Wiener:innen verankert ist. Eine Geschichte, in der Wien als Bollwerk gegen eine muslimische Übermacht hervortritt, die Wiener:innen tapfer den drohenden Untergang abwehren und zu guter Letzt das Abendland gerettet werden kann.
Die Story stimmt nicht. Das Problem ist aber, dass das Ereignis in den letzten mehr als 300 Jahren wie kaum ein anderes politisch instrumentalisiert und verfälscht wurde. Das begann bei Kaiser Leopold I., dem damals amtierenden Habsburger, der aus Gründen der persönlichen Ehre verschiedene unangenehme Tatsachen nicht........
