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„Nichtstun wird wesentlich teurer als Heizungsumstellung“

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20.10.2026

Die Umstellung auf alternative Heizsysteme ist laut Sigrid Stagl langfristig deutlich günstiger als das Festhalten an fossilen Energien.

Hans Auer fordert klare, langfristige politische Strategien und ordnungspolitische Lenkung für eine erfolgreiche Energiewende.

Fachkräftemangel, unsichere Förderungen und die Wahl des passenden Heizsystems erschweren den Ausstieg aus Gas und Öl.

500 Mio. Euro Förderung ab Jänner 2027, davon 179 Mio. für Gas- und Ölausstieg

In Wien gibt es immer noch rund 500.000 Gasthermen

Gasausstieg in Österreich bis 2040 geplant, TU-Professor Hans Auer rechnet eher mit 2045

Kosten des Nichtstuns sind laut Schätzungen 3- bis 6-mal höher als Umstellungskosten

Die Umstellung auf alternative Heizsysteme ist laut Sigrid Stagl langfristig deutlich günstiger als das Festhalten an fossilen Energien.

Hans Auer fordert klare, langfristige politische Strategien und ordnungspolitische Lenkung für eine erfolgreiche Energiewende.

Fachkräftemangel, unsichere Förderungen und die Wahl des passenden Heizsystems erschweren den Ausstieg aus Gas und Öl.

500 Mio. Euro Förderung ab Jänner 2027, davon 179 Mio. für Gas- und Ölausstieg

In Wien gibt es immer noch rund 500.000 Gasthermen

Gasausstieg in Österreich bis 2040 geplant, TU-Professor Hans Auer rechnet eher mit 2045

Kosten des Nichtstuns sind laut Schätzungen 3- bis 6-mal höher als Umstellungskosten

Die Bundesregierung hat vorige Woche neue Förderungen für thermische Sanierungen und Heizungstausch ab Jänner 2027 angekündigt. Ab 2. November können wieder Anträge eingebracht werden. Insgesamt 500 Millionen Euro stehen zur Verfügung, davon 179 Millionen für den Ausstieg aus Gas und Öl. Angesichts von rund 500.000 Gasthermen allein in Wien ist das nur ein Bruchteil der Summe, die eigentlich benötigt würde. Im heurigen Jahr waren die Förderungen bereits im Sommer aufgebraucht.

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Genau hier liegt eines der größten Probleme bei der Energiewende im Wohnbereich: Jahr für Jahr werden Fördertöpfe geöffnet, von denen niemand weiß, ob es sie im nächsten oder übernächsten Jahr wieder geben wird und wie stark der Geldregen dann sein wird. Soll man daher jetzt die Gunst der Stunde nutzen und nehmen, was man kriegt – oder vielleicht doch auf eine höhere Förderquote in ein paar Jahren warten? Und welche Alternative zum Gas ist überhaupt sinnvoll? Fernwärmekund:innen in Wien können ein Lied davon singen, was es heißt, einem Monopolisten ausgeliefert zu sein. Und wer auf andere Energiesysteme setzen will, muss insbesondere in Bestandsgebäuden entweder für die Installation von Wärmepumpe, Pelletsheizung und Co. viel Geld in die Hand nehmen und hoffen, dass sich die immensen Investitionskosten langfristig wirklich amortisieren, oder aber darauf vertrauen, dass die als besonders günstig in der Anschaffung angepriesene Plug-and-Play-Stromheizung im laufenden Betrieb nicht zum Geldfresser wird.

Am Gasausstieg wird kein Weg vorbeiführen

Dass kein Weg am bis zum Jahr 2040 ausgerufenen Gasausstieg vorbeiführen wird, davon ist TU-Professor Hans Auer überzeugt, wobei er selbst eher 2045 für realistisch hält. Der Leiter der Gruppe für Energieökonomie an der TU Wien warnt vor Milliarden Euro an Strafzahlungen, die Österreich drohen, wenn weiterhin fossil geheizt wird und die Klimaziele nicht erreicht werden. „Das Gas erscheint uns jetzt billig, aber volkswirtschaftlich schaut die Rechnung anders aus“, sagt dazu WU-Professorin Sigrid Stagl. Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres 2024 spricht von Schätzungen, „denen zufolge die Kosten des Nichtstuns drei- bis sechsmal höher wären als die Umstellungskosten“.

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© Wiener Zeitung