Von Leichen lernen
Danny Wescott leitet das Forensic Anthropology Center in Texas, das größte forensisch-anthropologische Institut der USA.
Dort werden menschliche Überreste wissenschaftlich untersucht, um Verwesungsprozesse und deren Einflussfaktoren zu erforschen.
Das Institut dient als Ausbildungsstätte für Studierende, Polizei, Rettungskräfte und bietet Trainings für Kadaverhunde an.
Forensic Anthropology Center Texas: seit 2008, über 700 menschliche Überreste
Insgesamt 8 "Body Farms" in den USA, keine vergleichbare Einrichtung in Europa
Freeman Ranch: 1700 Hektar, davon 14 Hektar für forensische Forschung
Rund 80 Leichname liegen gleichzeitig im Freien für Forschungszwecke
Danny Wescott leitet das Forensic Anthropology Center in Texas, das größte forensisch-anthropologische Institut der USA.
Dort werden menschliche Überreste wissenschaftlich untersucht, um Verwesungsprozesse und deren Einflussfaktoren zu erforschen.
Das Institut dient als Ausbildungsstätte für Studierende, Polizei, Rettungskräfte und bietet Trainings für Kadaverhunde an.
Forensic Anthropology Center Texas: seit 2008, über 700 menschliche Überreste
Insgesamt 8 "Body Farms" in den USA, keine vergleichbare Einrichtung in Europa
Freeman Ranch: 1700 Hektar, davon 14 Hektar für forensische Forschung
Rund 80 Leichname liegen gleichzeitig im Freien für Forschungszwecke
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Triggerwarnung: In diesem Text geht es um das Sterben und den Tod – falls du auf diese Themen sensibel reagierst, lies bitte nicht weiter oder wende dich an eine vertraute Person.
An der Old Ranch Road, einer Ausfallstraße im texanischen San Marcos, steht ein beigefarbenes Flachgebäude, das beim Vorbeifahren so gar nicht auffällt. Davor ein Schild mit der Aufschrift „Forensic Anthropology Center“, gleich nebenan ein Bestattungsinstitut. „Das ist reiner Zufall“, lacht Danny Wescott, als ich ihn auf das an das Forschungszentrum angrenzende „Thomas Funeral Home“ anspreche.
Danny Wescott ist der Direktor des forensisch-anthropologischen Instituts an der Texas State University in San Marcos, der größten Einrichtung dieser Art in den USA. In der Umgangssprache sind diese Institute als „Body Farms“ bekannt. Doch den Begriff mag Danny Wescott so gar nicht. Er spricht lieber vom „Taphonomie Center“. Die Taphonomie ist die wissenschaftliche Untersuchung dessen, was mit den Überresten eines Organismus vom Zeitpunkt seines Todes bis zu seiner Entdeckung geschieht. Sie hilft Wissenschaftler:innen dabei, vergangene Lebensräume, Todesursachen und den zeitlichen Verlauf der Zersetzung zu rekonstruieren. Einfach gesagt, hier an diesem Institut wird erforscht, wie Leichen verwesen.
Acht solcher Einrichtungen gibt es im ganzen Land, in den verschiedensten Regionen, die all die klimatischen Bedingungen in den Vereinigten Staaten abdecken. Vom tropischen Klima in Südflorida, den Höhenlagen in Colorado und den über viele Monate von Schnee bedeckten Gegenden der Upper Peninsula in Nord-Michigan. Etwas auch nur annähernd Ähnliches gibt es in Europa nicht.
Das Forensic Anthropology Center in Texas gibt es seit 2008, seit 2018 sei man in diesem Gebäude, erzählt........
