Trump, Putin und die Exporte
Vor einem Jahr ist völlig überraschend Strabag-CEO Klemens Haselsteiner gestorben, drei Tage vor dem Amtsantritt von Donald Trump in den USA. In seinen letzten trend-Interviews erklärte der junge Industrielle, auf welche Auslandsmärkte außerhalb der EU der Baukonzern unter seiner Führung setzen wolle, nachdem die hochfliegenden Russland-Pläne seines Vaters Hans Peter Haselsteiner gescheitert waren: Er nannte Großbritannien und Kanada, liebäugelte mit Indien sowie mit ausgewählten südamerikanischen und afrikanischen Ländern, und er schlug kurz darauf mit einer Großakquisition in Australien zu. Die USA nannte er nicht. Demokratie, politische Stabilität und Rechtsstaatlichkeit sollten fortan die Richtschnur sein, so Haselsteiner.
Ein Jahr später stehen nicht nur einzelne Unternehmen, sondern fast alle Staaten Europas vor der kniffligen Frage, mit wem künftig Wirtschaftsbeziehungen forciert werden sollen. Nach zwölf Monaten Donald Trump ist klar, dass man auf die transatlantische Partnerschaft nicht mehr bauen kann – dazu hätte es der jüngsten Eskalation rund um Grönland nicht bedurft. Was ein Investor über die Verlässlichkeit Trumps und seiner engsten Berater kürzlich in der „Financial Times“ geäußert........
