Anna’s Archive verliert .li-Domain nach Spotify-Leak – Druck der Musikindustrie wächst
Anna’s Archive verliert .li-Domain nach Spotify-Leak – Druck der Musikindustrie wächst
Anna’s Archive verliert die .li-Domain nach dem Spotify-Leak. Die Musikindustrie erhöht den Druck. Neue Domains sind bereits online.
Anna’s Archive verliert .li-Domain: gelöscht statt suspendiert
Hintergrund: Spotify-Leak und einstweilige Verfügung
Chronologie der Domain-Verluste
Wer steckt hinter der Löschung der .li-Domain?
Community fordert Strategiewechsel
Vom Metadaten-Archiv zum Musik-Release
Anna’s Archive verliert .li-Domain – der Schlagabtausch geht weiter
Der Konflikt wird internationaler
Anna’s Archive verliert die .li-Domain. Nach dem Spotify-Leak verschärft sich der juristische Druck. Neue Domains (.vg, .pk, .gd) sind bereits online. Während Rechteinhaber weltweit die technische Infrastruktur ins Visier nehmen, setzt die Schattenbibliothek erneut auf das Hydra-Prinzip. Fällt eine Adresse, tauchen mehrere neue auf.
Anna’s Archive verliert .li-Domain: gelöscht statt suspendiert
Wie TorrentFreak berichtet, wurde die .li-Adresse nicht bloß per ICANN-Status wie „clientHold“ oder „serverHold“ deaktiviert. Stattdessen verschwand der Domain-Eintrag vollständig aus dem Register. Technisch bedeutet das, die Domain wurde aktiv gelöscht.
Für Anna’s Archive war die .li-Domain zuletzt einer der wichtigsten öffentlich erreichbaren Zugänge zur Plattform. Aktuell bleibt als Hauptadresse die grönländische Domain annas-archive.gl, die erst kürzlich nach dem Verlust der .pm-Domain eingerichtet wurde. Inzwischen listet das Projekt zudem neue Alternativ-Domains: .vg, .pk und .gd.
Hintergrund: Spotify-Leak und einstweilige Verfügung
Der aktuelle Schritt steht im direkten Zusammenhang mit dem Spotify-Leak. Anna’s Archive hatte Ende 2025 öffentlich erklärt, rund 86 Millionen Spotify-Tracks mit einem Gesamtvolumen von knapp 300 Terabyte archiviert zu haben.
Spotify sowie die Major-Labels Universal, Sony und Warner reichten daraufhin Klage ein. Am 16. Januar 2026 erließ ein US-Gericht eine einstweilige Verfügung. Diese untersagt, urheberrechtlich geschützte Werke zu hosten, zu verbreiten oder darauf zu verlinken.
Zudem wurden Domain-Registrare, Registries, Hosting-Dienstleister und Infrastruktur-Anbieter verpflichtet, technische Unterstützung einzustellen. Dass nun auch die Liechtenstein-Domain abgeschaltet wurde, nachdem zuvor bereits die .org- und die .pm-Domain offline gegangen waren, deutet auf anhaltenden Druck hin.
Chronologie der Domain-Verluste
Im Zuge der juristischen Auseinandersetzungen rund um den Spotify-Leak geriet nicht nur eine einzelne Webadresse ins Visier. Vielmehr lässt sich inzwischen eine Chronologie mehrerer Domain-Verluste verzeichnen, die den wachsenden infrastrukturellen Druck auf Anna’s Archive dokumentiert.
Zunächst traf es die Hauptdomain annas-archive.org. Nach der einstweiligen Verfügung eines US-Gerichts im Januar 2026 wurde sie auf Registry-Ebene suspendiert und war nicht mehr erreichbar. Kurz darauf traf........
