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Skulpturen, Collagen und Aquarelle: Besuchern gefällt künstlerische Vielfalt in der Bodanrückhalle

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Bilder in Acryl, Aquarell und Öl, von abstrakt über naturalistisch bis zur Pop-Art, zudem Skulpturen, Radierungen, Collagen und Schmuck gibt es in der 39. großen Ausstellung der Allensbacher Künstlergruppe in der Bodanrückhalle zu sehen. „Das zeigt, wie vielfältig die Kunstszene hier ist“, sagt Reinhard Windoffer, einer der Hauptorganisatoren der beeindruckenden Werkschau, vor rund 150 Besucherinnen und Besuchern bei der Vernissage. Spannend sei dabei auch die unterschiedliche Herangehensweise der Betrachter an die Kunstwerke.

Der frühere Bürgermeister Helmut Kennerknecht erinnert in seiner Laudatio an die lange Tradition von Kunstausstellungen im kunstaffinen Allensbach. Beginnend 1967, als die Gemeinde im 2600-Einwohner-Dorf Kunst aus der Region zeigte – ein Wagnis in der Provinz.

Mitte der 1980er-Jahre begannen dann die Allensbacher Kunstschaffenden mit ihren eigenen Ausstellungen. Wobei damals wie heute Menschen mit Begeisterung, Idealismus und Leidenschaft dahinterstünden. Angesichts der vielen Besucher sagt Kennerknecht: „Das zeigt, dass in Allensbach nicht nur Kunst geschaffen, sondern auch geschätzt wird.“

Das beweist der Besucher Gerhard Wegele: „Mir gefällt die Ausstellung eigentlich immer, weil sie ein wahnsinnig breites Spektrum an Bildern bietet: von gefällt mir gar nicht bis sehr gut. Ich denke, das macht die Ausstellung auch aus.“ Ein Bild müsse ihn ansprechen, so Wegele. Besonders sei dies der Fall bei einem Werk von Andrea Motz. Dabei spricht ihn die Farbzusammenstellung, die Fixierung auf die Mitte und das Auslaufen auf den Seiten an.

Viel Kunst für einen recht kleinen Ort

Ingrid Hügel gefällt die Ausstellung ebenfalls gut, auch die Atmosphäre. „Es überrascht mich, dass es in diesem kleinen Ort so viel Kunst gibt.“ Es sei schön, dass dies auch zunehmend von außerhalb wahrgenommen werde. „Wir haben hier hochkarätige Künstler und Hobbykünstler. Es ist alles vertreten“, so Hügel. Besonders gefalle ihr das Mausbild von Eckhard Besuden. „Das ist etwas, das gute Laune macht. Die Hauptsache ist, dass die Bilder in mir ein angenehmes Gefühl erzeugen.“

Monika Drivalos meint: „Es sind beeindruckende Bilder.“ Sie finde es toll, dass es so viele verschiedene Stile und Macharten gebe und auch immer wieder neue Künstler dazukommen. Besonders gefällt ihr das Wasserbild von Gisela Neudörffer, „wie dabei die Sonne aufs Wasser scheint und glitzert“. Damit assoziiere sie Sommer, Urlaub, zur Ruhe kommen.

Künstler sind mit Herzblut dabei

Auch Werner Pieters findet die Ausstellung abwechslungsreich, interessant und gekonnt. Manches Bild steche vielleicht besonders hervor, aber: „Man sieht, dass jeder mit Herzblut dabei ist.“ Ihm gefalle unter anderem die Brandung am felsigen Sandstrand von Erich Mayer, weil es eine besondere, etwas entrückte Stimmung vermittle, weil die Wolken eigentlich zu nah am Strand gemalt seien. „Wie in einer fremden Welt scheint es“, meinte er.

Das sind die Künstler

Die Ausstellung der Allensbacher Künstler in der Bodanrückhalle ist bis Mittwoch, 8. April 2026 zu sehen, werktags von 14 bis 18 Uhr, sonn- und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Am Ostermontag gibt es zudem von 14 bis 16 Uhr einen Workshop ohne Voranmeldung der Künstlerin Ines Joseph. Außerdem mit dabei sind Eckhard Besuden, Christoph Brunner, Detlev Eilhardt, Jürgen Gans-Thomsen, Alexander Hartauer, Jaro Heim, Joachim Hötzel, Gudrun Kast, Erich Löger, Johan Mangold, Erich Mayer, Andrea Motz, Ivanka Neef, Gisela Neudörffer, Wolfgang Neumeister, Andrea Oppitz, Anne Rösch, Dagmar und Herbert Schaudt, Uschi Schaupp, Jana, Julia und Marcel Schott, Ursula Wilhelm, Doris Wimmer, Reinhard Windoffer und Hans Zwinkmann.

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