Mehr als 5000 Fundstücke am Überlinger See: Herbert Gieß sammelt Überreste aus der Steinzeit
Als Herbert Gieß, geboren 1953, in Wallhausen aufwuchs, gab es den Wallhauser Hafen noch nicht. Stattdessen habe sich dort ein dichter Schilfgürtel befunden, der sich bis nach Dingelsdorf zog, berichtete er anlässlich der Vorstellung der neuen Pfahlbauvitrine im Dettinger Rathaus. Heute ist von dem Bewuchs nur noch wenig übriggeblieben. Der Aushub für den Hafen brachte eine einschneidende Veränderung der Uferlandschaft.
Sein Interesse für die Pfahlbauten erwachte, als er beim Blick aus einem Fenster im Landhotel Bodensee im Alter von sechs Jahren einen Mann sah, der am Wasser herumstöberte. „Ich habe meine Mutter gefragt, ob sie etwas wisse. Sie sagte zu mir: ‚Gehe raus und frage ihn!‘“, erzählte Gieß.
Dort traf der kleine Herbert auf einen Mann namens Hermann Schiele, der für das Pfahlbaumuseum Unteruhldingen im Schlick Fundstücke suchte. „Schiele hat mir einen Feuerstein gezeigt, der besonders glänzt, wenn er nass ist“, berichtete er. Der sei etwas Besonderes gewesen, da Feuerstein am Bodensee nicht vorkomme. Also musste er eine weite Reise hinter sich haben.
Mutter unterstützt Gieß bei seiner archäologischen Leidenschaft
„Ich habe gleich bei meiner ersten Suche zwei Pfeilspitzen gefunden. Da hat es bei mir gefunkt“, so Herbert........
